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Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Veterinäre im 2. Weltkrieg
(Freitod)

Im 1. Weltkrieg wurden innerhalb von zwei Wochen nach dem Mobilmachungsbefehl neben drei Millionen Menschen über 1,5 Millionen Pferde rekrutiert, die von 5.354 Veterinären (75% der deutschen Tierärzte) versorgt werden mußten. Von diesen starben, fielen oder erlagen ihren Verwundungen 241 Veterinäre. Auch im 2. Weltkrieg taten Pferde, Maultiere, Hunde, Tauben, Kamele und Ochsen Dienst in der Wehrmacht. Insgesamt wurden etwa 2.800.000 Pferde und Maultiere von deutscher Seite eingesetzt, von denen 60-63% getötet wurden oder verendeten. Die Verluste der Deutschen Tierärzteschaft beliefen sich auf 561 gefallene, 327 gestorbene, 537 vermißte Personen. Weiterhin zogen 42 Tierärzte den Freitod der Gefangenschaft vor. Verluste der Deutschen Tierärzteschaft im 2. Weltkrieg 1939-1945. Herausgeber: Bund Deutscher Veterinäroffiziere e.V. Hannover 1959 (Neudruck 1969). Ein Ehrenmal für die im 2. Weltkrieg gefallenen, gestorbenen oder vermißten Tierärzte und anderen Angehörigen des Veterinärdienstes befindet sich auf dem Campus der Tierärztlichen Hochschule Bischofholer Damm in Hannover. Es zeigt ein zusammengebrochenes Pferd, das von einem Soldaten des Veterinärdienstes gestützt wird. Außerdem befindet sich in der Nähe des Denkmals eine in den Rasen eingelassene Bronzetafel für die Toten. Ergänzungen (teilweise Geburtsort/datum oder Sterbedatum) zur Verlustliste stammen aus der Datenbank des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (www.volksbund.de)

(Aufgrund der großen Zahl der Namen wurden sie alphabetisch gegliedert)

A-C   D-F   G-H   I-K   L-M   N-Q   R-S   T-Z   Freitod  

Inschriften:

Der Toten zu gedenken, die – ihren Auftrag erfüllend – ihr Leben hingeben mußten, ist oberste Verpflichtung der Überlebenden. ……

Namen der Gefallenen

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

BAATZ

Dr. Max

05.05.1895

24.07.1945

TA aus Treptow flüchtete a.d. Marsch ins KZ Klausberg

BENING

Dr. Johannes

-

1945 b. Einmarsch d. Russen

TA aus Triebsee

BIERBAUM

Prof. Dr. Kurt

-

Mai 1945 Berlin

Uni Berlin

Freitod b. Einmarsch d. Russen

Stabsvet d. Res.

CURTZE

Dr. Walter

18.07.1903 Corbach, Hes.

Mai 1945 Kurland

Kdt. Z. OT. Führungsstab

TA aus Rehna, Meckl.

Stabsvet d. Res.

CZYMOCH

Dr. Otto

ca. 1910

1946 amerk. Gefsch

Art-Rgt 1

Schl-H.-Tierarzt aus Insterburg

Vertrags-TA.

DILGER

Dr. Ernst

-

09.03.1945 b. Einmarsch d. Russen

Wehrmacht

TA aus Stolp, Tod zusammen mit seinem Schwiegervater Dogs,

Tierarzt

DOGS

Karl

-

09.03.1945 b. Einmarsch d. Russen

TA aus Stolp, zusammen mit seinem Schwiegersohn Dilger

Stabsvet u. Chef, Dr.

FENGLER

Ernst

25.09.1910 Mosgau

Mai 1945 bei Prag

Geb-Jäg-Div., Vet-Komp. 100

TA aus Schwessin, Pomm., soll von eigener Hand gestorben sein

Prof.

GLUSCHKE

Dr. Alexander

-

Mai 1945 Großbeeren, Mark

Uni Berlin

Freitod um nicht den d. Russen i.d. Hände zu fallen

Untervet d. Res.

HALLMICH

Dr. Paul

Birkenwerder, Berlin

1945 Potsdam

Reg-Vet-Rat in Potsdam

b. Einmarsch der Russen Freitod

Gen-Obvet a.D.

HAWICH

Dr. Gustav

-

1945 b. Einmarsch der Russen

Stabsvet d. Res.

HOBBING

Dr. Eilart

-

1945

im Feldeinsatz s.v., Freitod wg. drohender Erblindung

Stabsvet.

JOHNE

Dr. Theodor

ca. 1915

Jan. 1943 Stalingrad

A.O.K. 18

TA aus Dresden

JONSKE

Dr. Waldemar

1881

08.05.1945 Husum

Herdbuch-TA aus Königsberg, Ostpr.,

Freitod nach überstandener Flucht

Oberstvet a.D.

KLEMPIN

Dr. Paul

1885

1945 südl. v. Oldenburg

beim Obbefehlsh. in Dänemark

Vet-Off d. Res.

KRAUSS

Dr. Friedrich

28.10.1913 Worms

1945 b. Einmarsch d. Russen

TA a.d. Besamungs-station Dummerstorf b. Rostock

Freitod mit seiner Familie

MARGALOWSKI

Dr. Gustav

26.10.1897 Willuden, Ostpr.

1945 b. Einmarsch d. Russen

Reg-Vet-Rat in Heinrichswalde

Tierarzt

MARTER

Hans

Belgard-Vorwerk, Pommern

1945

soll sich b. Einmarsch d. Russen das Leben genommen haben

Obstabs-Vet d. Res.

MENZEL

Dr. Paul

1891

1945 b. Einmarsch d. Russen

TA aus Löwenberg, Mark

Reg-Vet-Rat

MICHAEL

Ernst

11.12.1884

1945 Breslau

nach Übergabe der Stadt a.d. Russen

Stabsvet d. Res.

MOCKER

Dr. Rudolf

29.01.1903 Döbeln

04.10.1944 nördl. Drei Ähren

Ob-Kdo 19. Armee

TA aus Rötha, Sachsen

Dr.

MOLDENHAUER

Paul

-

1945 Pommern

TA aus Freest, nahm mit seiner Frau Gift

Stabsvet.

MOSTERT

Dr. Paul Gerhard

Nied a. Main

30.08.1942

Wehrmacht

TA aus Hannover

Obstabsvet a. D.

NEUMANN

Robert

23.01.1876

1945 b. Einm. d. Russen

TA aus Löwenberg, Schlesien

Obstabsvet d. Pol.

NEVER

Dr. Erwin

-

1945 Berlin

TA aus Berlin, infolge Mißverständnis, litt an Depressionen

Ob-TA.

NIKLAS

Dr. Max

ca. 1885

1945 b. Einm. d. Russen in Stettin

Tiergesundh.-Amt Landes-Bauernsch. Pommern

Genstabs-Vet.

RATHSMANN

Dr. Erich

1885

Mai 1945

H-Gr.V.-F.

TA aus Berlin-Lichterfelde, bei Kapitulation

RAUHUT

Ernst

-

1945

TA aus Friedeberg, b. Einfall d. Russen

Tierarzt

RICHTER

Friedrich

21.07.1892

07.07.1945 Dähre, Salzwedel

TA in Dähre, infolge d. Besetzung d.d. Russen a.d. Leben geschieden

ROHDE

Dr. Max

etwa 1890

1945 b. Einmarsch d. Russen

TA aus Rastenburg, Ostpr.

RUPPERT

Dr. Bruno

-

1945 b. Einmarsch d. Russen

TA aus Rathenow, Mark

Vet d. Res.

SCHAKE

Dr. Heinz

06.03.1910 Hannover

08.05.1945 Kurland b. Libau

Chef Schl-Komp. 30

Obstabsvet d. Res.

SCHIEBEL

Dr. Gustav

-

1945

IR 58, 6. ID (1940)

soll von eigener Hand gestorben sein

SCHMIDT

Richard

-

1945 b. Einmarsch d. Russen

Stadtvet-Rat in Prenzlau

SCHWARZ

Dr. Hermann

1890

1945 Rügenwalde

TA aus Schlawe, b. Einmarsch d. Russen

Obfeldvet d. Pol.

SOMMERFELD

Dr. Willy

1883

1945 Rathenow

TA aus Bochum, b. Einmarsch d. Russen

Obfeldvet d. Res.

SONDERMANN

Dr. Richard

1890 Krefeld

1945

TA aus Naumburg

Reg-Vet-Rat

STOCKELMANN

Dr. August

15.11.1900 Kl. Mimmelage

1945 Güstrow

b. Einmarsch d. Russen zusamm. mit seiner Familie

STUDZINSKI

Dr. Bernhard

29.12.1898

27.04.1945 b. Einmarsch d. Russen

Reg-Vet-Rat aus Neidenburg

Stabsvet d. Res.

UHLMANN

Dr. Hans

-

-

Stadt-Vet-Rat aus Lößnitz, Freitod nach Rückkehr aus Gefangenschaft

Stabsvet d. Res.

UNGER

Dr. Julius

23.08.1887 Karlsruhe

07.02.1941

Armee-Pferde-Laz. 552. Räudeabtl.

22.10.1940 wg. Gasvergiftung entlassen, Depressionen

WIRTH

Dr. Friedel

-

1945 in amerik. Gefsch

NS-Kreisleiter i. Oppenheim

TA aus Wörrstadt, beinamputiert a.d. 1. WK

Datum der Abschrift: Mai 2017

Verantwortlich für diesen Beitrag: Karin Offen (Genealogische Gesellschaft Hamburg e.V. http://gghh.genealogy.net)
Foto © 2017 Denkmal/Tafel: Antje Jettka; Titelblatt: Karin Offen

 

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