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Bremen, Kolonialdenkmal „Elefant“

(Heute: Anti-Kolonialdenkmal)

Der imposante sieben Meter hohe aus Klinkern gemauerte Elefant in einer Grünanlage an der Gustav-Deetjen-Allee,  unmittelbar nördlich des Bremer Hauptbahnhofs,  wurde 1931/32 nach einem Entwurf des Münchener Bildhauers Friedrich Behn erbaut. Errichtet wurde das „Reichskolonialehrendenkmal“  für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Kolonialkrieger.
Inschriften zählen die deutschen Kolonien in Afrika - Kamerun, Deutsch-Ostafrika, Togo, Deutsch-Südwestafrika - auf und erinnern an Adolf Lüderitz, den Erwerber der ersten deutschen Kolonie, Deutsch-Südwestafrika, an General v. Lettow-Vorbeck, den Verteidiger der letzten deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika, und an die Kolonien in der Südsee: Deutsch-Neuguinea, die Marianen, die Karolinen, Palau und die Marschallinseln.

Lt. einem Beschluss der Bremer Bürgerschaft vom 19.09.1989 wurde es offiziell in "Antikolonialdenkmal" umbenannt. Gleichzeitig wurde eine Bronzetafel mit erklärendem Text vor dem Elefanten aufgestellt.

Zur Geschichte des Denkmal siehe: http://www.der-elefant-bremen.de/pdf/AntiKolonialDenkmal.pdf

Inschriften auf den neuen Bronzetafeln

Text linke  Bronzetafel:

Das Deutsche Kolonial-Ehrenmal, ein Werk des Münchener Bildhauers Fritz Behn, wurde 1931 von der Deutschen Kolonialgesellschaft  errichtet und am 6. Juli 1932 eingeweiht. Das Ehrenmal war schon damals in Bremen umstritten. An ihm entzündete sich  die öffentliche Auseinandersetzung um die Frage nach der Zukunft des Zusammenlebens von Völkern: in kolonialer Unterdrückung oder in einem gleichberechtigtem Miteinander.

Über einer Krypta erinnerte der steinerne Elefant an die Gefallenen des 1. Weltkriegs in den damals deutschen Kolonien Afrikas. Zugleich war der Elefant Ausdrucks Deutschlands kolonialer Vergangenheit wie auch der Forderung, neokolonialer Bremer Kreise nach Rückgabe des ehemals deutschen Kolonialbesitzes.

In der NS-Zeit stand der Elefant im Mittelpunkt  von Bestrebungen des nationalsozialistischen Bremen,  „Stadt der Kolonien“ im „Dritten Reich“ zu werden.

Afrikas Probleme sind noch heute mit Kolonialismus, Rassismus und andauernder Ausbeutung eng verbunden.

Afrikas Menschen haben unter grossen Opfern in Befreiungskämpfen erfolgreich Widerstand geleistet.

Weltweit haben sich viele Menschen mit ihnen solidarisiert. Unsere Gesellschaft hat begonnen, aus dieser Entwicklung zu lernen.

Afrika hat in Bremen neue Freunde gefunden.

Dieses Denkmal ist ein Symbol für die Verantwortung, die uns aus der Geschichte erwächst.

Text rechte Bronzetafel:

ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DER DEUTSCHEN KOLONIALHERRSCHAFT IN NAMIBIA, 1884 – 1914

S.E. Dr. Sam Nujoma
Präsident der Republik Namibia
Dr. Henning Scherf
Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, eingeweiht 21. Juni 1996.

Siehe hierzu auch:

1. Bremen, Kolonial-Ehrenmal (Gedenkbuch, Teil Deutsch Ostafrika)

2. Bremen, Kolonialdenkmal (Gedenkbuch, Teil Deutsch-Südwestafrika)

3. Bremen, Kolonialdenkmal (Gedenkbuch, Teil Kamerun)

4. Bremen, Kolonial-Ehrenmal (Gedenkbuch, Teil Kiautschou)

5. Bremen, Kolonial-Ehrenmal (Gedenkbuch, Teil Südsee)

6. Bremen, Kolonial-Ehrenmal (Gedenkbuch, Teil Togo)

Datum der Abschrift: 18.01.2005

Beitrag von: Anonym
Foto © 2005 Anonym