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Annaberg (ab 1939 Ruderswald I, poln. Chałupki), Kreis Ratibor, Oberschlesien:

Das Kreiskriegerdenkmal (früher auch als „Drei-Länder-Kriegerdenkmal“) des Kreises Ratibor wurde um 1929 fertiggestellt. Es stand an einer Weggabelung zwischen den Ortschaften Annaberg und Oderberg. 1969 soll es demontiert worden sein. Die drei Pfeiler des Denkkmals waren offensichtlich mit Inschriften versehen. Auf dem Foto ist links die Inschrift "FREIHEIT" und rechts "EINIGKEIT" zu erkennen. Ein Kreuz wurde ganz zu Beginn im inneren des Denkmals aufgestellt, dieses wurde später noch weiter ausgeschmückt.

Annaberg (ab 1939 Ruderswald I, poln. Chałupki)Annaberg (ab 1939 Ruderswald I, poln. Chałupki), rechtes Foto © 1965 Klaus Rymer

Inschriften:

Kapelle:
Der Tod für das Vaterland
Ist ewiger Verehrung wert.

Strebepfeiler:
Einigkeit          Recht          Freiheit

Richtung in der die jeweiligen Inschriften zeigten:
Deutsches Reich          Tschechoslowakei          Polen

Dort, wo die Oder aus der Mährischen Pforte heraustritt und ihren Lauf durch das schlesische Flachland beginnt, liegt Oderberg. Hier trennte ein schmaler, deutsch gebliebener Schlauch Neupolen und die Tschechoslowakei 1929 voneinander (Anmerkung: Es ist die Zeit nach den drei schlesischen Aufständen 1919-1921 und der anschließenden Volksabstimmung, die zu einer Abspaltung deutscher Gebiete in Oberschlesien führte, gemeint - http://de.wikipedia.org/wiki/Aufst%C3%A4nde_in_Oberschlesien).

Unweit von Oderberg, bei dem Dorfe Annaberg, an einer Weggabelung zwischen den beiden Ortschaften erhob sich das Drei-Länder-Kriegerdenkmal am äußeren Rand des Kreises. Es diente dem Gedenken der im I. Weltkriege gefallenen Söhne der engeren Heimat.

Das Kreiskriegerdenkmal (ebenfalls auch „Drei-Länder-Kriegerdenkmal“ oder „Dreistaatenstein“ genannt) des Kreises Ratibor O./S.  wurde im Oktober 1929 fertig gestellt und eingeweiht.

Der Entwurf zu diesem monumentalen Denkmal, das zugleich ein deutsches Wahrzeichen an der Grenze war, stammte von Regierungs-Baurat Reck aus Oppeln. Das Denkmal, ein Klinkerbau, umfasste im unteren Teile eine mit einem Kreuz geschmückte Kapelle (zu sehen auf dem linken Foto von 1929).

Der Altar trug eine Inschrift. Über der Kapelle wölbten sich drei wuchtige Strebepfeiler mit Inschriften. Zwei weibliche Figuren neben der Figur eines Kriegers symbolisierten die „Trauer“ und „Hoffnung“.  Im Jahre 1969 soll das Denkmal demontiert worden sein. Das rechte Foto zeigt das Denkmal in seinen letzten Jahren.

Quellen: Reiseführer durch O./S. (1929); Der Oberschlesische Wanderer (1929); Schlesiens Ostgrenze im Bild (1936)

Beitrag von: Thomas Gläser
Foto © 1965 Klaus Rymer

 

 

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