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Totenzettel









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Cosel (Kreisstadt, heute Stadtteil von Kędzierzyn-Koźle, Polen), Generalmajor von Neumann, Oberschlesien:

Cosel (Kreisstadt, heute Stadtteil von Kędzierzyn-Koźle, Polen), Generalmajor von Neumann, Grab Cosel (Kreisstadt, heute Stadtteil von Kędzierzyn-Koźle, Polen), Generalmajor von Neumann
Cosel (Kreisstadt, heute Stadtteil von Kędzierzyn-Koźle, Polen), Generalmajor von Neumanngrab und Naumannkasematte Cosel (Kreisstadt, heute Stadtteil von Kędzierzyn-Koźle, Polen), Naumann-Kasematte

Inschriften:

Grab:
Ehre diesen Hügel!

Er deck
t die Asche eines würdigen
Mannes,
des Generalmajors v. Neumann,
Commandant
zu Cosel.

Er verteidigte bey der Belagerung 1807
unerschrocken die Festung
und erwarb sich selbst des Feindes
Achtung.

Selbstständigkeit und Rechtschaffenheit
waren die Gefährten
seines Lebens.

Unsterblichkeit kröne seinen Ruhm!
Preußens Krieger, ahmt ihn nach!

Er wurde am 29. August 1734 zu Königsberg
in Preußen geboren
und starb den 16. April
1807 zu
Cosel.
 

Denkmal:
Vorderseite:
Friedrich Wilhelm III. dem heldenmütigen Verteidiger Cosel

Rückseite:
David von Neumann, Königl.
Preuß. Generalmajor und Kommandant
dieser Veste / geboren den
XXVIIII August MDCCXXXV bei
Wehlau in Preußen,
gestorben den XVI April
MDCCCVII zu Cosel.

Name des Gefallenen:

 

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

Generalmajor

NEUMANN

David von

29.08.1739, bei Wehlau, Ostpreußen

16.04.1807, Cosel

Festungskommandant

General Neumann-Denkmal zur „Belagerung von Cosel 1807“ und seine Grabstätte:

Die Festung Kosel / Cosel ging in die Geschichte ein. Sie war eine der drei schlesischen Festungen neben Glatz und Silberberg, die sich im Krieg von 1806/1807 gegen Napoleon und Getreuen bis zum „Frieden von Tilist“ hat behaupten können. 

Vorgeschichte

Ein großes Unglück brach im Jahre 1806 über Preußen herein. Napoleon hatte Preußen so lange gereizt, bis sich Friedrich Wilhelm III. genötigt sah, ihm den Krieg zu erklären. In den Schlachten bei Jena und Auerstädt am 14. Oktober 1806 wurde aber das preußische Heer fast völlig vernichtet und Napoleon hielt schon am 27. Oktober seinen Einzug in Berlin. Das Unglück wurde für Preußen noch größer durch die kampflose und aus preußischer Sicht feigen Übergabe der meisten Festungen. Schon am Tage nach der Schlacht ergab sich Erfurt, am 29. Oktober Stettin, welches 800 französischen Reitern in die Hände fiel. Besonders schimpflich war der Fall der starken Festungen Küstrin am 1. November und Magdeburg am 8. November. In Magdeburg ergaben sich 19 Generäle mit 20.000 Mann, 6.500 Pferden, 600 Geschützen und mit vielen Kriegsvorräten den Franzosen, ohne eine ernste Verteidigung versucht zu haben. Auch in Schlesien fielen die Festungen Glogau, Breslau, Brieg und das feste Schweidnitz nach kurzer Zeit den Feinden in die Hände. Umso erhebender und ruhmvoller war die tapfere Verteidigung von Graudenz und Kolberg, welche sich bis zum Frieden von Tilist hielten. In Schlesien fiel Neisse erst nach tapferer Verteidigung. Glatz und Cosel behaupteten sich unter schwierigen Verhältnissen fast bis zum Friedensschlusse, und das Felsennest Silberberg vermochten die damaligen Feinde überhaupt nicht einzunehmen.

Die Festung Cosel unter Oberst von Neumann 1807

Nach dem Fall der Kreisstadt Brieg in Niederschlesien am 17. Januar 1807 zog das napoleonische Korps, bestehend aus Bayern und Württembergern gegen Cosel nach Oberschlesien, dessen Kommandant Oberst von Neumann war. Die Festung war als von Neumann im April 1802 zum Kommandanten ernannt wurde, eben im Umbau begriffen. Ein großer Teil der Befestigungswerke war unvollendet. Die Festung sollte noch erheblich verstärkt und zu einer Hauptfestung umgewandelt werden. Aber die Befestigungsarbeiten waren bei weitem noch nicht vollendet als man sich auf eine Verteidigung der Festung gefasst machen musste. Von den neuen Wohnkasematten war zwar das Mauerwerk fertig, aber es fehlte außer bei einer noch die innere Einrichtung: die Türen, Fenster, Küchen usw., zudem mussten sie noch mit Erde bedeckt werden. Es fehlte ferne an Häusern, um die Eisbauern unterzubringen. Ein wichtiges Verteidigungsmittel der Festung bestand nämlich darin, dass ein Teil der Wallgräben mit Wasser angefüllt werden konnte. Da jedoch im Winter die Eisdecke dem Feinde einen bequemen Übergang gewährte, mussten 800 Landleute in die Stadt ziehen, um die Gräben offen zu halten. Für diese Eisbauern fehlte es aber noch an Wohnungen. Auch die Vorrichtungen, auf welche die Geschütze aufgestellt werden sollten, waren noch unvollendet. Ebenfalls war auch die Besatzung der Festung für die Verteidigung kaum hinreichend. Nach dem Plane von 1805 sollte die Besatzung 6.000 Mann betragen.

Neumann gelang es aber dennoch, die Festung Cosel in den Verteidigungszustand zu versetzen, ehe die Belagerung begann. Als Verteidigungstruppe besaß Cosel 68 (67) Offiziere und 4.236 (4.249) Mann Besatzung, dazu 229 Geschütze und ausreichende Munition. Ferner waren die Magazine ausreichend für 6.000 Köpfe auf zwei Monate gefüllt. Von den Mannschaften waren aber diejenigen, welche in den damals neu erworbenen polnischen Landesteilen (dies dürfte sich insbesondere auf die 2. und 3. polnische Teilung von 1793 und 1795 beziehen) ausgehoben worden waren, ganz unzuverlässig und liefen während der Belagerung zum Teil davon. Sein König hatte von Neumann befohlen: „Die Festungen müssen, es koste, was es wolle, bis auf den letzen Mann verteidigt werden, und ich werde solchem Kommandanten, der seine Schuldigkeit nicht beobachtet, den Kopf vor die Füße legen lassen“                     Aber nicht allein dieser strenge Befehl des Königs, sondern vor allem das Pflichtgefühl, die Ehre und die Treue gegen König und Vaterland bewogen Oberst von Neumann zur tapferen Verteidigung der Festung. Er ließ daher Tag und Nacht arbeiten, um zu vollenden, was noch nicht fertig war. In einem Umkreise von 800 Schritt wurden die Häuser niedergerissen, die Bäume und Sträucher umgehauen, ferner wurden ein Straßendamm und ein Wasserschutzdamm im Süden der Stadt auf eine große Strecke abgetragen und die Wasserabzüge des Dembowaer Wassers so verstopft, dass sich zwischen der Stadt und den Reinschdorfer Höhen im Süden eine Überschwemmung bildete.

Über den Gang der Belagerung Cosels erzählt Noel in seinem Beitrag „General von Neumann, der tapfere Verteidiger der Festung Cosel 1807“ etwa: Am 23. Januar 1807 traf das bayrische Belagerungskorps in Stärke von 4.000-5.000 Mann vor Cosel ein, welche von dem in Mannheim geborenen General Bernhard Erasmus von Deroy der bayerischen Armee befehligt wurde. Am Morgen des 23. Januar sah die Besatzung von den Wällen aus wie die Feinde die Festung rings umgaben. Schon am folgenden Tag erschien der bayrische General von Raglowich mit einem Trompeter und einigen Reitern als Unterhändler vor dem Thore des Festung und verlangte den Kommandanten zu sprechen. Er wurde mit verbundenen Augen zu Pferde in die Wohnung desselben geführt und übergab ihm ein Schreiben des Generals Deroy. Dieses hatte etwa folgenden Inhalt:

„Auf Befehl des Generals Prinzen Hieronymus Napoleon fordere ich Sie auf, die Festung Cosel nebst der Besatzung und den darin befindlichen königlich preußischen Gerätschaften zu übergeben. Eine Verteidigung von Cosel ist nutzlos, denn die Festungen Glogau, Breslau und Brieg sind bereits eingenommen, Schweidnitz und Neisse aber eingeschlossen, und das preußische Korps, welches zum Entsatze von Breslau herbeigeeilt war, ist gänzlich geschlagen. Die baldige Übergabe aber wird die Stadt vor schwerem Schaden bewahren, denn es werden milde Bedingungen bewilligt werden können.“               Oberst von Neumann antwortete etwa folgendes: „Ich habe meinen Könige mein Ehrenwort gegeben, die mir anvertraute Festung bis auf den letzten Blutstropfen zu verteidigen und keine Rücksicht auf das zu nehmen, was außerhalb der Festung vorgeht, sondern bloß für die Erhaltung dieser Festung zu leben und zu sterben. Diese meine Worte sind keine bloße Rendensart oder Prahlerei, sondern ich werde so handeln, dass ich dadurch nicht nur die Gnade meines Königs, sondern auch Ihre Achtung verdienen werde.“

Die Belagerung und Beschießung von Cosel

Die Aufforderung zur Übergabe der Festung lehnte von Neumann somit dem Befehle des Königs gemäß ab. Der Feind richtete sich auf eine Belagerung ein und ließ seine Kanonen verschanzen, Laufgräben anlegen und Schnitt der Stadt das Trinkwasser ab. Für diesen Fall hatte Oberst von Neumann schon vorgesorgt und hatte vorher sechs Brunnen graben lassen, welche Wasser genug hergaben. Es begann nun für die Stadt eine Zeit schwerer Drangsale. Am 4. Februar begann die Beschießung. An diesem Tag allein sollten ca. 1.250 Geschosse auf Stadt und Festung gefallen sein. So entstand große Angst und Verwirrung in der Stadt. Die Einwohner flüchteten in die Keller oder in die Kirchen, aber auch die festen Gewölbe wurden von den schweren Geschossen durchschlagen, viele Häuser wurden zusammengeschossen oder gerieten in Brand. Aber allen Schwierigkeiten gegenüber hielt der Kommandant stand, und diese Schwierigkeiten waren nicht gering. Wegen der strengen Kälte froren die Gräben zu, so dass das Eis alle Tage beseitigt werden musste. Die Zahl der Besatzungstruppen nahm rasch ab, denn es wurden nicht nur viele durch die Geschosse verwundet oder getötet, sondern es brachen auf Krankheiten unter ihnen aus. Dazu kam, dass wiederholt ganze Trupps von Soldaten und Eisbauern davonliefen. Dies allein konnte aber den tapferen Kommandanten nicht erschüttern, und erwies alle Aufforderungen zur Übergabe zurück. Bald nach der Beschießung vom 4. Februar erschien ein französischer Oberst vor dem Ratiborer Thore und forderte von neuem die Kapitulation der Festung. Der Kommandant ließ ihn gar nicht ein, sondern begab sich vor die Festung und wies ihn entschieden ab. Als aber der Oberst dem Kommandanten schmähliche Anerbietungen machte, ließ er diesen durch seinen Sohn sagen: „Ich werde thun, wozu mich der Befehl des Königs und meine Ehre verpflichtet.“ Am 11. Februar ließen die Franzosen dem Kommandanten melden, Schweidnitz habe sich ergeben, Napoleon habe die Russen bei Allenstein geschlagen, jeder weitere Widerstand sei daher nutzlos. Oberst von Neumann erwiderte: „Ich werde mich nicht im geringsten an Ereignissen kehren, die außerhalb meiner Festung vorfallen.“

Die am 4. Februar begonnen Beschießung dauerte ununterbrochen bis zum 12. Februar und richtete großen Schaden an. Es wurden dabei die Kasernen (mit Ausnahme der einen nächst der evangelischen Kirche gelegen) sowie der vierte Teil aller Bürgerhäuser zusammengeschossen. Tauwetter, das am 14. Februar eintrat, verhinderte den Fortgang der Beschießung, da die Laufgräben und Batterien der Belagerungstruppen von der Oder unter Wasser gesetzt wurden. Am 24. Februar nahm der Kampf seinen Fortgang. Nach einer furchtbaren Beschießung in der zweiten Hälfte des Februar erfolgte am 1. März eine Dritte Aufforderung zur Übergabe der Festung, aber während die feindlichen Geschosse vor und hinter seine Kasematten fielen, diktierte der mittlerweile kranke Kommandant der Feste die Antwort, welche unter anderem folgende denkwürdigen Worte enthielt: „Mein gnädiger König, den ich nicht allein als Unterthan verehre, sondern den ich auch liebe und anbete, weil er es verdient, hat mir durch einen Eilboten seine Willensmeinung über meine Verteidigung erklärt. Diese Forderung meines Königs, des besten Monarchen auf Erden, ist noch nicht erfüllt; folglich kann und darf ich an keine Übergabe denken. Cosel muss endlich fallen, wie jede Festung, die nicht entsetz wird; aber der Verteidiger der Festung muss sie nur mit Ehren fallen lassen, und dies wird auch mein Wunsch und mein Bestreben sein. Nur das Gefühl, seine Pflicht erfüllt zu haben, ist das, was den Krieger beloben und belohnen kann.“ So wusste dieser tapfere Offizier durch seine Vaterlandsliebe alle Schwierigkeiten zu überwinden.  Das war für ihn umso schwerer, als Krankheiten unter der kleinen Besatzung wüteten und die Desertationen in erschreckendem Maße zunahmen. Infolge eines falsch verstandenen Befehls rückten ein Teil der gesamten Belagerungstruppen am 12. März ab, dies war der auf der rechten Oderseite gelegene Teil.  Das ermöglichte den Belagerten, die von den Geschützen entblößten Batteriestellungen der Belagerer zu zerstören und neue Lebensmittel etc. der Stadt zuzuführen. Die Verteidiger schöpften neue Hoffnung, die Festung dem König zu erhalten. Doch bereits am 5. April hatte Napoleon die abermalige Einschließung der Festung Cosel beschlossen.

Am 9. April begann der Kampf um Cosel aufs Neue. Oberst von Neumann erlebte schon die aufkeimende neue Hoffnung nicht mehr, da er das Unglück hatte, sich den Fuß zu brechen und Wundbrand eintrat worauf er am 16. April im Alter von 71½ Jahren verstarb. Mitten in den Festungswerken in der Reinschdorfer Schanze, hatte er selbst den Ort seiner letzten Ruhestätte bestimmt.  Der heldenhafte Verteidiger von Cosel, Generalmajor David von Neumann, liegt dort seinem Wunsche gemäß auf der damaligen Reinschdorfer Bastion (später Casinogarten des Inf.-Regts. 62) begraben (siehe Foto von seinem Grab zur rechten Seite seiner Kasematte von wo aus er die Verteidigung leitete).

„Ehre diesen Hügel!“.  (siehe Inschrift und Foto mit seiner Gedenktafel) Drei Kanonen und drei Gewehrsalven verkündeten auch den Feinden, dass der tapfere Verteidiger von Cosel in seine Gruft gesenkt werde. Das ruhmreiche Andenken von Neumanns, des Verteidigers Cosels wurde dadurch besonders geehrt, dass König Friedrich Wilhelm III. ihm in der Oderschanze 1810 ein Denkmal „Neumanndenkmal“ in Form einer eisernen Pyramide mit einer ehrenden Inschrift setzen ließ. Ursprünglich stand das „Neumanndenkmal“ (siehe Foto General Neumann-Denkmal im Glacis), an der Oderstraße in der Nähe der Post, es wurde aber später in das kleine Glacis verlegt, wo es auf einer Anhöhe besser zur Geltung kam.  Diese Anhöhe ist heute sichtbar, das Denkmal ist aber leider nicht mehr erhalten. Ebenso soll seine Kasematte, von welcher er zuletzt die Verteidigung von Cosel leitete nicht mehr vorhanden sein. An ihr war ebenfalls eine Gedenktafel angebracht (siehe Foto Neumann-Kasematte mit Gedenktafel um 1932) und stand zuletzt im Garten des Offizierkasinos, wo sich in Sichtweite sein Grab befunden hat. Schon lange nach von Neumanns Verteidigung der Festung Cosel verlieh Kaiser Wilhelm I. seinen Nachkommen den Namen „Neumann-Cosel“.

Wenige Tage nach seinem Tode traf in Cosel die Nachricht ein, dass ihn der König in Anerkennung seiner Verdienste zum Generalmajor ernannt habe. Der König ehrte ihn, indem er an seine Witwe schrieb: „Ich bedaure mit Euch den Hintritt Eures Gatten, da ich in ihm einen treuen Diener verloren habe, der sich durch seine Anhänglichkeit an meine Person und den Staat und durch seinen Eifer für den Dienst besonders wert gemacht hat.“ Als Oberst von Neumann am 16. April starb, übernahm Oberst Puttkamer das Kommando. Dieser hielt die Festung unter großen Schwierigkeiten wie Krankheiten, Hungersnot usw. noch mehrere Monate lang. Da jedoch kein Ersatz kam, sah man Mitte Juni ein, dass die Kapitulation unvermeidlich sei. Am Ende dieses Monats betrug die Zahl der gesunden Verteidigungsmanschaften gerade noch 1.150 Mann. Am 18. Juli sollte die Festung übergeben werden. Doch vor der Übergabe kam am 9. Juli der Friede von Tilist zustande und so wurde Cosel als eine der ganz wenigen Festungen den Preußen erhalten.

Während sich mehrere starke Festungen ergaben hielt sich Cosel in fünf monatlicher harter Belagerung, seine beiden Kommandanten, besonders der tapfere Oberst David von Neumann, haben sich unvergänglichen Ruhm erworben.

David von Neumann

Von Neumann wurde am 29. August 1734 zu Königsberg in Preußen geboren und starb den 16. April 1807 zu Cosel. Nach anderen Angaben ist von Neumann am 29.08.1735 auf dem Gute Wehlau in Preußen als Sohn des Kaufmanns David Neumann aus Königsberg geboren. Zuerst hatte er in Königsberg die Rechte studiert, sich aber 1758 persönlich bei Friedrich dem Großen gemeldet und um Aufnahme ins Heer gebeten. Der König gewährte die Bitte und Neumann trat 1760 in die Armee ein. Neumann zeichnete sich so aus, dass er 1779 in den Adelsstand erhoben wurde. 1802 ernannte ihn Friedrich Wilhelm III. zum Kommandanten von Cosel (siehe Foto - Generalmajor David von Neumann). Diese Stadt war von Friedrich dem Großen befestigt worden und hatte sich bereits 1760 tapfer gegen die Österreicher gehalten.

Die Belagerung von Cosel wurde im Jahre 2007 am 21.-23. September anlässlich zur 200-Jahrsfeier der „Belagerung von Cosel“ am Originalschauplatz nachgespielt.

Quellen: Coseler Heimatblatt – Dezember 1956; alte Fotos / Ansichtskarten; NOEL: General von Neumann, der tapfere Verteidiger von Cosel (1907/1908); Artikel: Verteidigung der Festung Cosel durch Generalmajor David v. Neumann [1807] aus dem Jahre 1928; Dr. Franz Schroller: Bilder aus der Geschichte von Schlesien (1899) – Band 2 (Anmerkung: Abweichende Mannschaftsangaben in Klammern begründen sich aus dieser Quelle); Hugo Weczerka - Schlesien

Mehr über David von NEUMANN finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/David_von_Neumann (hier wird ein anderes Geburtsjahr genannt, die Abweichungen müssen noch weiter überprüft werden)

Beitrag von: Thomas Gläser
Fotos: © Thomas Gläser

 

 

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