PLZ 02763
Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften
vom Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 392.
Inschriften:
IN
TREUEM GEDENKEN
DEN
1466 GEFALLENEN
VOM INF. REGT. 392
1914 – 1918
Weitere Informationen: Der Gedenkstein für die im 1. Weltkrieg gefallenen 1466 Angehörigen des Königlich
Sächsischen Infanterie-Regimentes Nr. 392 befindet sich in der Parkanlage „Grüner Ring“ an der Inneren Weberstraße
unweit der Dreifaltigkeitskirche (Weberkirche).
Das Königlich Sächsische Infanterie-Regiment Nr. 392 wurde im September 1916, als der Krieg bereits zwei Jahre
tobte, aus Einheiten verschiedener Infanterie-Regimenter und Reserve-Infanterie-Regimenter zusammengestellt.
Danach wurde es als Teil der 46. Reserve-Infanterie-Brigade im Verband der 23. Infanterie-Division an der Westfront
und an der Ostfront eingesetzt. Nach dem Kriegsende erfolgten die Demobilisierung des Regiments und 1919 die
Auflösung durch die Abwicklungsstelle des Infanterie-Regimentes Nr. 102 in Zittau. Das Regiment bestand somit nur
gut zwei Jahre.
Der Denkstein wurde am 10. Mai 1936, also 20 Jahre nach der Aufstellung des Regiments, vor dem damaligen
Hospitalstift St. Jakob feierlich geweiht. Zugegen waren damals Angehörige der Vereinigung Inf.-Regt. Nr. 392,
Vertreter verschiedener Militärvereine und der Wehrmacht sowie der damalige Zittauer Oberbürgermeister Walter
Zwingenberger. Der Entwurf stammte von dem Zittauer Architekten Richard Schiffner. Die Ausführung hatte die Zittauer
Steinmetzfirma Friebolin übernommen. Die Zusammenstellung des Regiments aus Einheiten verschiedener
Formationen und die kurze Zeit des Bestehens sind sicherlich Gründe dafür, dass der Denkstein schlicht gestaltet ist im
Vergleich zu anderen, Anfang der 1920er Jahre aufgestellten Gefallenendenkmälern wie z. B. für das Inf.-Regt. Nr. 102
und das Res.-Inf.-Regt. Nr. 242. Im Jahre 1946 veranlasste das städtische Kulturamt die Entfernung des Denksteins.
Die spätere Wiederaufstellung soll in etwas veränderter Position als ursprünglich und ohne den ehemals vorhandenen
Unterbau erfolgt sein.
Neufassung des Beitrags vom 20.12.2011 von Michael Nährig.
Datum der Abschrift: 16.04.2026
Verantwortlich für diesen Beitrag: Joachim Schmiedel, Dresden
Foto © 2011 Michael Nährig