PLZ 02788
Vor der Kirche an der Hauptstraße steht ein stelenförmiges Denkmal. Oben auf ruht ein steinerner Löwe.
Leider ist das Denkmal derart verwittert, dass die Inschrift mit Mühe, die Namen nicht mehr gelesen werden können.
Inschriften:
DEN
GEFALLENEN
SÖHNEN
VON 1914-18
DIE DANKBARE
GEMEINDE
WITTGENDORF
(Namen)
Weitere Informationen: Die vierkantige Stele steht auf einer Sockelplatte, in die Adler und im
Strahlenkranz liegende Eiserne Kreuze eingearbeitet sind. In den Ecken dieser Platte sind zudem vier
große Steinkugeln angeordnet. Auf der Vorderseite der Stele ist das Relief eines senkrecht stehenden
Schwertes zu sehen und darüber die Inschrift zu Ehren der im 1. Weltkrieg Gefallenen aus Wittgendorf.
Der als Bekrönung auf der Stele liegende Löwe vermittelt den Eindruck von Kraft, Stärke und
Wehrhaftigkeit. In seiner Flanke steckt ein abgebrochenes Schwert - er ist schwer verletzt, brüllt vor
Schmerz und ist dem Tode geweiht. Diese Darstellung soll den heldenhaften Kampf des Deutschen
Reiches und seiner Verbündeten im 1. Weltkrieg symbolisieren, der nach mehr als vier Jahren Dauer
dennoch mit einer schmerzlichen Niederlage der Mittelmächte, einem Sieg der Entente-Mächte und über
neun Millionen toten Soldaten endete.
Den Entwurf für das Denkmal fertigte der Zittauer Architekt Richard Schiffner. Das Modell der
Löwenskulptur schuf der Dresdner Bildhauer Rudolf Born. Mit der Herstellung des Denkmals wurde ein
Zittauer Unternehmen, die Marmor-Industrie und Bildhauerei Julius Falke, beauftragt. Die feierliche
Einweihung erfolgte am 29. Oktober 1922 in Anwesenheit des damaligen Zittauer Amtshauptmanns
Friedrich Wilhelm Richter (1878 - 1946). Bereits 30 Jahre später gab es deutliche Verwitterungsschäden
an der Denkmalbeschriftung, so dass heute die verzeichneten Namen der im 1. Weltkrieg Gefallenen und
ihre Sterbedaten leider nicht mehr lesbar sind.
Datum der Abschrift: 21.04.2016; 29.04.2026 (Ergänzung/Korrektur)
Verantwortlich für diesen Beitrag: Ralf Körner; Joachim Schmiedel, Dresden (Ergänzung/Korrektur)
Foto © 2017 Wikimedia Frank Lehmann CC BY-SA 4.0 (Foto verkleinert)