Onlineprojekt Gefallenendenkmäler

Obertilliach (Kirche), Bezirk Lienz, Tirol, Österreich

PLZ 9942

Wappen-Datei: oe-bez-lienz_obertilliach.jpg

In der Kirche zwei Wandgemälde links und rechts vom Eingang, darunter Namenstafeln bzw.
Geschichte zu den Kriegsereignissen (zum Teil kaum lesbar).

Inschriften:

In dankbarer Erinnerung gewidmet von der
1914 Gemeinde-Obertilliach 1918

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg

Dienstgrad Name Vorname Geburtsdatum & Ort Todesdatum & Ort Einheit Bemerkungen
Stdsch. ALTENWEISL Ernst 20 Jahre 22.10.1919 als Invalid
ALTENWEISL Jakob 30 Jahre 1914
Galizien
Ldsch.R. vermisst
Obj. ALTENWEISL Peter 23.11.1915
Tresassi
3. T.K.J.R.
APOLONIO Josef 30 Jahre 20.09.1916
Barsolapass
4. T.K.J.R.
Stdsch. AUER Alois 18 Jahre 27.06.1917
Schwalbenk.
AUER Franz 33 Jahre 22.05.1915
in russ. Kr.Gef.
3. T.K.J.R.
AUER Johann 29 Jahre 21.10.1915
Gemärk.
3. Ldsch.R.
AUER Josef 23 Jahre 1914
Galizien
1. T.K.J.R. vermisst
AUER Kaspar 33 Jahre 13.07.1915
Königgrätz
4. T.K.J.R.
Stdsch. AUER Mathias 45 Jahre 17.06.1915
Milt.Spit. Obertilliach
Stdsch. AUßERHOFER Franz 19 Jahre 12.07.1916
in Sexten
AUßERHOFER Nik. 26 Jahre 06.10.1915
in russ. Kr.Gef.
2. T.K.J.R.
BUCHER Johann 38 Jahre 28.01.1918
am Mt. Rosso
Ldst.Inf.R.
EBNER Albuin 31 Jahre 07.09.1914
Galizien
2. T.K.J.R. vermisst
EBNER Andrä 29 Jahre 09.09.1914
Galizien
3. Ldsch.R.
Stdsch. EBNER Jakob 33 Jahre 21.09.1919
in ital. Kr.Gef.
Untj. EBNER Josef 26 Jahre 07.09.1914
Galizien
1. T.K.J.R. vermisst
Untj.Stdsch. EBNER Josef 54 Jahre 31.05.1916
in Kartitsch
EBNER Ulrich 24 Jahre 01.05.1915
zu Wadowiza
1. T.K.J.R.
GANNER Johann 40 Jahre 20.09.1916
Barsolapass
4. T.K.J.R.
Obj. GOLLER Anton 26 Jahre 27.11.1917
Mt. Grappa
3. T.K.J.R.
GOLLER Jakob 37 Jahre 24.11.1917
bei Assiago
Ldst.Inf.R.
GOLLER Johann 20 Jahre 1915
Galizien
4. T.K.J.R. vermisst
GOLLER Johann 41 Jahre 08.1918 Ldst.Inf.R.
Stdsch. GOLLER Johann 49 Jahre 30.12.1917
in Bregenz
Zf. GOLLER Thomas 38 Jahre 05.06.1925
hier
3. T.K.J.R.
Stdsch. INDRIST Valentin 50 Jahre 08.01.1916
Innsbruck
KLAMMER Georg 32 Jahre 04.02.1919
in russ. Gef., hier
1. T.K.J.R.
KOFLER Peter 21 Jahre 11.1914
Razwadow
3. T.K.J.R.
LIENHARTER Georg 28 Jahre 10.05.1915
Trappav
4. T.K.J.R.
LUGGER Peter 21 Jahre 18.02.1915
Galizien
4. T.K.J.R.
MITTERDORFER Franz 24 Jahre 20.07.1918
Mt. Maio
4. T.K.J.R.
MITTERDORFER Mathias 20.07.1921
Innsbruck
Ldst. NIESCHER Alf. 36 Jahre 1919
in Genua
Untj. NIESCHER Erwin 25 Jahre 1914
Galizien
1. T.K.J.R. vermisst
NIESCHER Mathias 28 Jahre 1915
am Isonzo
4. T.K.J.R. vermisst
OBERERLACHER Jakob 28 Jahre 16.06.1918
?esuna.
3. Rsch.R.
Stdsch. OBMASCHER Albert 22 Jahre 18.06.1917
Ldst. OBMASCHER Jakob 31 Jahre 17.09.1914
Plätzenise
OBMASCHER Johann 36 Jahre 05.1918 3. Ldsch.R.
SCHNEIDER Andrä 21 Jahre 1914
Galizien
4. T.K.J.R. vermisst
SCHNEIDER Georg 23 Jahre 26.??.19?? 3. Ldsch.R.
SCHNEIDER Josef 29 Jahre 07.05.1915
Galizien
4. T.K.J.R.

Text von den Tafeln: Am Pfingstsonntage, den 23. Mai 1915, erklärte das treulose Italien an Österreich den Krieg. Dadurch kam
Obertilliach, und insbesondere das Dorf mit der Kirche in die größte Gefahr, da es der neue Feind von der Porze aus beständig
einsehen und beschießen konnte. So wurde schon am 7. Juli 1915 der äußerste Teil des Dorfes, wo sich die Proviantierungsstelle
befand, mit 37 kleinen Granaten beschossen, jedoch ohne Treffer. – In dieser schweren Gefahr und Not nahm die Gemeinde
vertrauungsvollst ihre Zuflucht zum hlst. Herzen Jesu und gelobte, durch 20 Jahre (bis 1936) den Herz-Jesu-Freitag (nach der
Oktav des Fronleichnamsfestes) mit möglichst vollzähligem Empfang der hl. Sakramente durch gemeinsame Anbetung des
Allerheiligsten und feierlichem Gottesdienst zu begehen. – Dieses Gelöbnis wurde auffallend belohnt. Nachdem schon mehrmals
einzelne Geschosse in die Ortschaft gefallen waren, ohne zu Schaden, war es besonders der 10. September 1917, wo dem Dorfe
der Untergang zugedacht war. Den ganzen Vormittag überschüttete der Feind mit 15 cm-Granaten das Dorf. Das Kreuzwegerhaus
erhielt einen Treffer und fing Feuer, das jedoch gleich wieder gelöscht werden konnte. Das Schulhaus wurde von einer Granate
gestreift, ein Futterstadel mit Heustock durchbohrt; andere Granaten zerplatzten auf den Wegen und in unmittelbarer Nähe der
Kirche – doch wurde weder ein Mensch noch ein Tier verletzt. – Ehre, Lob und Dank sei dem hhlst. Herzen Jesu das unser Dorf,
Kirche u. Gemeinde aus dieser u. andern großen Gefahren wie durch ein Wunder unversehrt bewahrt hat.

Neufassung aus redaktionellen Gründen am 12.03.2026.

Datum der Abschrift: 27.05.2008

Verantwortlich für diesen Beitrag: W. Leskovar
Foto © 2008 W. Leskovar