PLZ 6091
In der Kirche Marmorstein in Form eines flachen Kelches mit Kupfertafel, darüber Gedenktafel mit Foto und Text.
Inschriften:
Denkmal
Otto Neururer
Pfarrer in Götzens geb. am 25.3.1882 gest. am 30.5.1940 in heldenmütiger Erfüllung der Seelsorgspflicht als Märtyrer im KZ Buchenwald
Die das Tier und sein Bild nicht angebetet haben herrschen mit Christus (Offb. 20,4)
Tafel
Unter dem Hochaltar dieser Kirche ruht die Asche des Seligen
Otto Neururer
geboren am 25. März 18882 in Piller / Gemeinde Pließ
gestorben am 30. Mai 1940 im KZ Buchenwald / Weimar
als Pfarrer von Götzens und Märtyrer des Glaubens.
Namen des Opfers:
2. Weltkrieg
| Foto | Name | Vorname | Geburtsdatum & Ort | Todesdatum & Ort | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
NEURURER | Otto | 25.03.1882 Piller, Gemeinde Pließ |
30.05.1940 KZ Buchenwald, Weimar |
als Pfarrer von Götzens und Märtyrer des Glaubens |
Text der Gedenktafel: Otto Neururer wirkte an verschiedenen Orten Tirols als stiller, vorbildlichere Seelsorger. Als Pfarrer von
Götzens wurde er im Dezember 1938 von der Gestapo verhaftet, weil er wie seinerzeit Johannes der Täufer ohne
Rücksicht auf die Machthaber die Heiligkeit der christlichen Ehe verteidigt hatte.
Er wurde zunächst in das KZ Dachau und dann in das KZ Buchenwald gebracht. Unter größter persönlicher Gefahr hat
er an beiden Orten priesterliche Dienste unter seinen Mitgefangenen geleistet. Als er dies an einem angeblichen
Taufwerber tat, wurde er in den gefürchteten Bunker gebracht und dort grausam zu Tode gequält.
Da das KZ Buchenwald zu diesem Zeitpunkt noch kein eigenes Krematorium hatte, wurde die Leiche im städtischen
Krematorium Weimar eingeäschert und die Asche in seine Heimat gesandt. Darum ruht sie nun in der Goldenen Urne
unter dem Hochaltar.
Am 24. November 1996 wurde er von Papst Johannes Paul I. im Petersdom in Rom selig gesprochen. Denn sein
Zeugnis wurde zum Patron des Priestertums und christlichen Ehe.
Neufassung aus redaktionellen Gründen am 08.03.2026.
Datum der Abschrift: 22.03.2008
Verantwortlich für diesen Beitrag: W. Leskovar
Foto © 2008 W. Leskovar