PLZ 38820
Städtischer Friedhof im Norden der Stadt.
Einzelgedenken und Einzelgräber.
Denkmäler und Gedenken an NS-Opfer. Zwei Denkmäler des VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes).
Stele mit Widmung und dahinter eine abgestufte Wand aus rötlichem Gestein mit den Namen der Widerstandskämpfer vor 1945.
Zweite Stele mit Widmung und davor liegenden quadratischen Platten mit Namen von umgekommenen KZ-Häftlingen.
Gedenkstein für jüdische Opfer (ohne Namen).
Namensplatte für zwei nach dem 20.07.1944 hingerichteten Angehörigen der Familie Klamroth.
Stein zum Gedenken an die Opfer der Vertriebenen aus den Ostgebieten. Dunkler Granitstein mit dem Relief eines Rosenzweiges.
Inschriften:
Ehrenhain
EHRENHAIN
VERFOLGTE
DES
NAZIREGIMES
Ehrenhain Namenstafeln
Kämpfer gegen den Faschismus:
(Namen)
Denkmal KZ-Opfer:
VVN
EHRET
DIE OPFER DES
FASCHISMUS
-------
KÄMPFT FÜR
DEN FRIEDEN
Denkmal jüdische Opfer
DEN JÜDISCHEN OPFERN
DES FASCHISTISCHEN
TERRORS
Privatgedenken NS-Opfer
20. Juli 1944
(Namen)
Das Reich Gottes steht nicht in Worten,
sondern in Kraft 1.Kor.4,15
Granitstein
Zum
Gedenken der Opfer
von
Flucht und Vertreibung
Namen der Gefallenen bzw. Opfer:
1. Weltkrieg (Einzelgedenken)
2. Weltkrieg (Einzelgedenken)
2. Weltkrieg (NS-Opfer des 20.07.1944)
| Dienstgrad | Name | Vorname | Geburtsdatum | Todesdatum | Einheit | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Oberstleutnant | KLAMROTH | Bernhard Ludwig | 20.11.1910 Berlin |
15.08.1944 in Berlin-Plötzensee |
Oberkommando Wehrmacht | 15.08.1944 vom Volksgerichtshof wegen Beschaffung des Sprengstoffs zum Tode verurteilt, hingerichtet. |
| Major d. R. | KLAMROTH | Johannes Georg | 12.10.1898 Halberstadt |
26.08.1944 in Berlin-Plötzensee |
Heeres-Versuchsanstalt Peenemünde | 15.08.1944 vom Volksgerichtshof wegen Mitwisserschaft zum Tode verurteilt, hingerichtet. |
Bestattete Militärpersonen
Anmerkung: Auf dem städtischen Friedhof gibt es mehrere Kriegsgräberstätten.
Daneben wurden auch einzelne Soldaten des 1. und 2. Weltkriegs privat in Einzelgräbern bestattet.
Außerdem befinden sich auf Familiengräbern Gedenken an Opfer dieser Kriege.
Diese Namen werden mit Stand 2020 in diesem Kapitel zusammengefasst.
Im Laufe der Jahre werden davon wahrscheinlich Gräber eingeebnet und diese Namen weniger werden.
Die Namensplatten der KZ-Opfer waren im Jahre 2020 mit Flechten bedeckt und größtenteils nicht ablesbar.
Hier ruhen 51 bekannte und vier unbekannte KZ-Häftlinge aus dem Lager Langenstein-Zwieberge.
Dieses wurden von US-Amerikanern 1945 befreit und die kranken Insassen in ein Lazarett nach Halberstadt geschafft,
wo die hier Bestatteten verstarben. 32 polnische, sieben deutsche, fünf tschechische, drei ungarische,
zwei jugoslawische und sechs Kriegstote unbekannter Nationalität sind hier bestattet.
35 Franzosen, 19 Belgier, 17 Holländer sowie ein Luxemburger wurden in ihre Heimat umgebettet.
Weitere sowjetische Opfer wurden auf den sowjetischen Ehrenhain in den Spiegelsbergen umgebettet.
Die Namen der kommunistischen Widerstandkämpfer werden hier nicht aufgelistet,
da sie wahrscheinlich den Krieg überlebt und viele sich nach 1945 am Unrechtsregime der DDR beteiligt haben.
Ergänzungen in Blau von: www.volksbund.de/graebersuche.
Ergänzungen in Rot: Landesarchiv Berlin.
Ergänzungen in Grün: Denkmalprojekt.
Ergänzungen in Fuchsia: Wikipedia.
Datum der Abschrift: 01.11.2025; 2026 (Ergänzungen)
Verantwortlich für diesen Beitrag: R. Krukenberg (www.kriegsopfergedenken.de); Christian Krüger (Ergänzungen)
Foto © 2020, 2025 A. Klemm (Friedhof, Krienitz, Weber); 2026 Christian Krüger (Grabsteine)