Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher














Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Stendal (Ehrenfriedhof), Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt

Ehrenbuch der Stadt Stendal; Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Friedhof (Sarkophag mit Kriegerfigur, 1945 abgerissen); Gedenkraum im Gymnasium mit Kriegerfigur und Gedenktafeln (entfernt); Gedenktafeln in den Kirchen; Denkmal des Infanteristen Vereins auf dem Friedhof; Denkmal für die Gefallenen des Husaren Regiments Nr. 10 (Obelisk mit Relief einer knienden Soldaten mit Schwert, nach 1945 umgewidmet zu einem russischen Denkmal)

Inschriften:

Denkmal:
Gedenket der Helden die für euch starben
Ehrenbuch:
Dieses Heldenbuch stiftete die Stadt Stendal dem Andenken ihrer im Weltkrieg 1914-1918 für das Vaterland gefallenen Söhne
Gymnasium:
Seinen gefallenen Helden, das Gymnasium Stendal
Marienkirche:
Im Weltkrieg 1914-1918 starben für das Vaterland
Jakobikirche:
1914-1918 Niemand hat größere Liebe, denn die daß er sein Leben lässet für seine Freunde. Fürs Vaterland starben im Weltkriege.
Katharinenkirche:
1914-1918 Als Opfer des Weltkrieges betrauert diese Gemeinde
(Namen)
will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet. Jes.66,13.
Dom …
Infanteristen Denkmal:
Gewidmet ihren treuen im Weltkriege 1914/18 gefallenen Kameraden. Verein ehemaliger Infanteristen Stendal
Husaren Denkmal:
Dem Andenken der im Weltkriege gebliebenen Kameraden des Magdeburgischen Husaren Regiments Nr. 10

weitere Namen

A-H  J-Q  R-Z 

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg (nur in alter Friedhofsliste, bestattet Ehrenfriedhof)

Dienstgrad

Name

Vorname

Bestattet am:

Grab Nr.

Musk.

ALTENBERGER

Hugo

15.10.1915

Nr. 34

Sold.

BUNGE

Karl

03.02.1919

Nr. 106

Sold.

CZEPLUCK

Karl

09.10.1918

Nr. 72

Sold.

DUDAL

Richard

25.10.1918

Nr. 79

Sold.

EHRHARDT

Karl

12.11.1918

Nr. 89

Lt.

FINGERHUTH

Walter

11.03.1918

Nr. 49

Sold.

FORST

Adolf

25.11.1918

Nr. 96

Ldst.

FRANKE

o.A.

13.02.1918

Nr. 47

Inf.

FREY

Zaver

04.04.1915

Nr. 4

Sold.

FROMKE

Paul

02.11.1918

Nr. 86

Ulan

FUCHS

Herm.

30.07.1916

Nr. 14

Sold.

GEWE

Wilhelm

14.11.1918

Nr. 91

Sold.

GREMMER

Hermann

12.11.1918

Nr. 88

Kanonier

HAGENSTEIN

Otto

22.12.1917

Nr. 40

Sold.

HAHN

Albert

04.03.1918

Nr. 42

Sold.

HEINRICH

Hermann

16.12.1918

Nr. 103

Sold.

HENNIGS

Hermann

10.12.1918

Nr. 101

Gefr.

HERRMANN

Paul

19.01.1916

Nr. 11

Sold.

HINGHER

Philipp

22.10.1918

Nr. 76

Sold.

HIRTZLIN

Albert

28.10.1918

Nr. 81

Ldst.

HOFFMANN

Richard

27.03.1917

Nr. 29

Ldst.

JAHNS

Wilhelm

10.01.1917

Nr. 18

Sold.

KARSTEDT

Wilhelm

04.12.1918

Nr. 99

Sold.

KAUFMANN

Adolf

31.10.1918

Nr. 84

Ldst.

KAUFMANN

Max

10.06.1918

Nr. 63

Kr. Freiw.

KERSTEN

Albert

12.10.1915

Nr. 6

Sold.

KLÄHN

Friedrich

24.11.1918

Nr. 98

Sold.

KLIMASECK

Stanislaus

22.10.1918

Nr. 75

Dragoner

KONZ

Valentin

30.04.1919

Nr. 51

Sold.

KORN

Otto

13.06.1917

Nr. 16

Musk.

KÜCKER

Ludwig

30.07.1918

Nr. 66

Gefr.

LAUKENAU

Hermann

30.04.1918

Nr. 59

Sold.

LEMKE

Adolf

01.11.1918

Nr. 85

Pionier

LIPPERT

Otto

14.06.1917

Nr. 28

Grenadier

LUCHTERHAND

Heinrich

09.10.1915

Nr. 9

S……?

MATTHIES

Friedrich

16.12.1917

Nr. 25

V. Feldw.

MEIER

Christian

06.09.1916

Nr. 15

Marinesoldat

METZLER

Kuno

30.04.1919

Nr. 52

Sold.

OSWALD

Karl

23.11.1918

Nr. 93

Unteroffizier

PARCHE

Friedrich

12.03.1915

Nr. 2

Jäger

POGROSELSKY

Paul

06.06.1915

Nr. 8

Sold.

POLLINGER

Theodor

25.09.1918

Nr. 70

POLTE

Wilhelm

06.05.1919

Nr. 53, „Kriegsteilnehmer“

Ldst.

RUNGE

August

02.12.1917

Nr. 36

Sold.

RUPP

Hermann

06.11.1918

Nr. 87

Musk.

SCHELLHASE

Kurt

29.07.1918

Nr. 65

Sold.

SCHENDEL

Wilhelm

12.12.1918

Nr. 107

Wehrm.

SCHMALFELDT

Friedr.

02.12.1915

Nr. 13

Sold.

SCHOLICH

Joseph

23.10.1918

Nr. 78

Sold.

SCHRÖDER

Wilhelm

23.10.1918

Nr. 77

Sold.

SCHUBERT

Richard

12.12.1918

Nr. 102

Ldst.

SCHULZ

Paul

19.02.1918

Nr. 60

Sold.

SCHUMACHER

Johannes

05.09.1918

Nr. 69

Husar

SCHWABE

Fritz

21.03.1916

Nr. 31

Sold.

STAAKE

Paul

25.11.1918

Nr. 94

Sold.

TIETZ

Edgar

28.10.1918

Nr. 80

Ldst.

TIETZEN

Heinrich

19.01.1918

Nr. 23

Sold.

TRAUTNER

Johann

18.10.1918

Nr. 73

Husar

TSCHEMPEL

Eduard

14.12.1915

Nr. 26

Hornist

WALLER

Matthias

19.10.1914

Nr. 1

Sold.

WALLMANN

Ibo ?

29.01.1919

Nr. 105

Bau Sold. ?

WALTER

Hermann

27.08.1917

Nr. 55

Sold.

WEHLITZ

Otto

04.06.1918

Nr. 62

Sold.

WISMER

Friedrich

26.05.1918

Nr. 61

Für die Gefallenen des 1. Weltkriegs wurden in Stendal viele verschiedene Arten des Gedenkens errichtet. Ein zentrales Denkmal wurde auf dem Friedhof aufgestellt. Es hatte die Form eines großen Sarkophags auf der ein sterbender Krieger ruhte. Es wurde vom Bildhauer Juckoff in Schkopau geschaffen und am 09.05.1920 eingeweiht. Dieses Denkmal wurde sofort nach 1945 abgerissen, und heute ist nicht einmal mehr der genaue Standort bekannt. Es existieren nur sehr wenige Fotos davon. Auf diesem Denkmal wurden keine Namen verzeichnet. Die Stadt schuf ein großes handschriftliches Ehrenbuch in dem alle Gefallenen mit vielen Daten verzeichnet wurden. In den einzelnen Kirchen wurden Gedenktafeln für die Gefallenen der jeweiligen Gemeinden errichtet. In dieser Liste hier wird in der letzten Spalte vermerkt welches weitere Gedenken es im Gymnasium, den verschiedenen Kirchen oder auf dem Infanteristen Denkmal auf dem Friedhof gibt. Im Dom, der Pauli Kirche und der Kirche im Stadtteil Röxe gibt es keine Gedenktafeln mehr. Da die Gedenktafeln in der Jacobi und Marien Kirche schon eigene Kapitel in dieser Seite haben werden sie hier nicht noch einmal abgebildet. Für die Gefallenen Schüler und Lehrer des Gymnasiums wurde dort ein Gedenkraum mit Soldatenfigur eingerichtet und es erschien ein Buch „600 Jahre Gymnasium zu Stendal 1338-1938“ mit vielen genauen Details zu jedem Gefallenen (die dort aufgeführten nicht in Stendal ansässigen Gefallenen werden in einem eigenen Kapitel veröffentlicht). Wie überall wurden auch einige Gefallenen und die meisten in Lazaretten in Deutschland Verstorbenen in ihren Heimatort Stendal überführt. Einige wurden in Familiengräbern bestattet, die meisten aber in einem für sie geschaffenen Ehrenfriedhof. Dieser ist heute nicht mehr gekennzeichnet, und die Lage ist nicht mehr genau bekannt. Aus alten Unterlagen geht hervor dass dieser wohl neben dem Kriegsgefangenenfriedhof lag und dort sind 111 Namen aufgelistet (eine Übersicht spricht aber von 136 Gräbern, vielleicht inklusive der in Familiengräbern bestatteten). In dieser handschriftlichen Friedhofsliste sind bedeutend mehr Namen verzeichnet als im Gedenkbuch. Diese anderen Namen werden hier in einer separaten Liste aufgezählt, mit dem angegebenen Tag der Bestattung. Diese nicht im Stendaler Ehrenbuch und Sterberegister gelisteten Gefallenen könnten aus umliegenden Gemeinden stammen. Bilder und Informationen zu diesem Ehrenfriedhof werden gesucht. Das Husaren Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs wurde nach 1945 ihrer Inschriften und dem Relief beraubt und in ein Denkmal für die Sowjetischen Befreier umgewandelt. Der Friedhof für die im 1. Weltkrieg verstorbenen Kriegsgefangenen in Stendal wird in einem eigenen Kapitel behandelt. Im Gedenkbuch befindet sich die weitere Inschrift:
--------------------------------------------------------------------------------------------
„Mögen Jahrtausende vergehen, so wird man nie von Heldentum reden und sagen dürfen, ohne des deutschen Heeres des Weltkrieges zu gedenken. Dann wird aus dem Schleier der Vergangenheit die eiserne Front des grauen Stahlhelms sichtbar werden, nie wankend, und nie weichend, ein Mahnmal der Unsterblichkeit. Solange aber Deutsche leben, werden sie bedenken, daß dieses einst Männer ihres Volkes waren.“
--------------------------------------------------------------------------------------------
Dank an das Stadtarchiv Stendal für die Hilfe zur Auffindung der Dokumente und das Bild des Kriegerdenkmals.
Zusätzliche Informationen in Blau vom www.volksbund.de/graebersuche

Datum der Abschrift: 01.04.2015

Beitrag von: R. Krukenberg (www.kriegsopfergedenken.de)
Foto © 2015 R. Krukenberg; Stadtarchiv Stendal (Kriegerdenkmal)

 

Fragen und Kommentare zu dieser Webseite bitte an:  webmaster@denkmalprojekt.org.
Copyright © 2003-2012 Thilo C. Agthe.  All rights reserved. Alle Rechte vorbehalten