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Totenzettel









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Friedland (Heimkehrer-Mahnmal), Landkreis Göttingen, Niedersachsen:

Heimkehrer Mahnmal Friedland auf dem Hagenberg (Friedland-Gedächtnisstätte)

Oberhalb der Ortschaft Friedland befindet sich das 1967/68 errichtete monumentale Heimkehrerdenkmal mit seiner zentralen Inschrift „Völker, entsaget dem Hass – versöhnt Euch, dienet dem Frieden – baut Brücken zueinander“. Die künstlerische Gestaltung der Gedenkstätte stammt von Hans Wachter.

Das Grenzdurchgangslager Friedland für vertriebene Deutsche aus den ehemals deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland wurde von der britischen Besatzungsmacht auf dem Gelände der nach Friedland ausgelagerten landwirtschaftlichen Versuchsanstalt der Universität Göttingen errichtet und am 20. September 1945 in Betrieb genommen. Die Lage Friedlands am Grenzpunkt der drei Besatzungszonen (Niedersachsen - britisch, Hessen - amerikanisch und Thüringen - sowjetisch) sowie an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Hannover und Kassel (Bahnstrecke Bebra–Göttingen) prädestinierten den Standort für ein Flüchtlingslager. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Hunderttausende Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft in Friedland empfangen. 1955 kamen die letzten aus der Sowjetunion heim, die Heimkehr der Zehntausend war dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer zu verdanken. 1957 wurde der Verein Friedlandhilfe gegründet, um eben jenen bei der Wiedereingliederung zu helfen. Zum Empfang der Heimkehrer wurde als Choral von Friedland das Lied „Nun danket alle Gott!“ gesungen.

Später wurde das Lager als Übergangslager für Übersiedler aus der DDR genutzt, heute vor allem als Aufnahmelager für Spätaussiedler. Seit Oktober 2002 (nach anderen Angaben seit 2001) ist das Lager Friedland die einzige Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler in Deutschland.

Die Gemeinde Friedland führt das Friedland-Mahnmal in ihrem Gemeindewappen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedland_(Niedersachsen)

Inschriften:

Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer holte 1955 die letzten 10.000 deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion heim.

Am 15. Mai 1966 legte er den Grundstein zu dieser Gedenkstätte. Am 19. April 1967 starb er.

Am 15. Oktober 1967 übergab der Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und vermisstenangehörigen Deutschlands e.V. die von ihm aus Spenden errichtete Friedlandgedächtnisstätte der Niedersächsischen Landesregierung.

In Kassetten sind Gründungs-Urkunde und Übergabe-Urkunde mit den Plänen und Berichten von der Entwicklung des Baues im Grundstein aufbewahrt - Mahnmal der Hoffnung, des Dankes und der Versöhnung.

MAHNMAL
ERBAUT VOM
VERBAND DER
HEIMKEHRER,
KRIEGSGEFANGENEN
UND VERMISSTEN-
ANGEHÖRIGEN
DEUTSCHLANDS E.V.
1967

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VERTRIEBEN
WURDEN NACH 1945
AUS DER HEIMAT
OSTWÄRTS DER
ODER/NEISSE UND
DES BÖHMERWALDES,
AUS OST-EUROPA
UND AUS
SÜDOST-EUROPA
15.000.000 DEUTSCHE

VERSCHLEPPT
WURDEN IN DIE
WEITEN DES OSTENS
1944 - 47
1.000.000 DEUTSCHE
ZIVILPERSONEN,
DARUNTER
FRAUEN UND
KINDER.

OPFER
DER
VERTREIBUNG
WURDEN
MEHR ALS
2.000.000
UNSCHULDIGE
MENSCHEN,
AUF
DEN STRASSEN
ELEND
GESTORBEN,
UMGEKOMMEN
AUS
ERSCHÖPFUNG,
DURCH
MENSCHLICHE
GEWALT

VÖLKER
VERSÖHNT
EUCH!

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1967
ERRICHTETEN
HEIMKEHRER
DIESES
MAHNMAL.

DANKZEICHEN FÜR
DIE ERRETTUNG-
MAHNUNG AN
DIE NACHWELT,
FREIHEIT UND
MENSCHENWÜRDE
NIEMALS
AUFZUGEBEN.

VÖLKER ENTSAGET
DEM HASS-
VERSÖHNT EUCH,
DIENET
DEM FRIEDEN-
BAUT BRÜCKEN
ZUEINANDER!

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WIR KAMEN
AUF DEN
STRASSEN DES
KRIEGES, DER
GEFANGENSCHAFT,
FLUCHT UND
VERFOLGUNG -
AUS DER HEIMAT
VERTRIEBEN.
50 MILLIONEN
MENSCHEN LIESSEN
AUF ALLEN
KONTINENTEN
UND MEEREN
IHR LEBEN:
GEFALLEN,
GETÖTET,
UMGEKOMMEN.

9.340.900 DEUTSCHE
BLIEBEN IM 2. WELTKRIEG:
2.892.000 FIELEN ALS SOLDATEN,
2.846.000 ZIVILPERSONEN UND
1.250.000 KRIEGSGEFANGENE STARBEN;
VERSCHOLLEN BLIEBEN:
1.163.600 SOLDATEN IM KAMPF,
100.300 IN KRIEGSGEFANGENSCHAFT,
1.089.000 ZIVILPERSONEN.

Datum der Abschrift: 18.01.2009

Beitrag von: Martin Fröhlich www.Ehrenmale-Kreis-Dueren.de
Foto © 2009 Martin Fröhlich

 

 

 

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