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Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Karlshorst (Trabrennbahn), Berlin

PLZ 10318

52° 28' 39.82? N, 13° 31' 30.97? E


Reiterdenkmal aus Bronze

Grundsteinlegung am 10. Juni 1924 und Einweihung am 23. September 1925. Plastik: ca. 300 cm mit Plinthe, Sockelhöhe gesamt 270 cm.
Signiert an der Plinthe links außen: WILLIBALD FRITSCH 1925 und an der Plinthe vorn: GEG. LAUCHHAMMER um 1925.

Unterer Sockelteil: Namen von 97 Herren- (Amateure) und 20 Berufsreitern, gefallen im 1. Weltkrieg. Alle Schriftzüge wurden nach 1945, wahrscheinlich in den 70er Jahren, unkenntlich gemacht. Am 2007 sanierten Denkmal wurden auch die Inschriften - soweit noch möglich - wieder sichtbar gemacht, wobei die Lesbarkeit durch die frühere Verspachtelung freilich gelitten hat. (Siehe unten für weitere, ausführliche Beschreibungen des Denkmals).


Inschriften:


Kranz 1:

GEWIDMET
VON IHREN
FREUNDEN

Kranz 2:

UNSERN
GEFALLENEN
HELDEN

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg - Herrenreiter

Foto

Dienstgrad

Name

Vorname

Einheit

Bemerkung

Rittmeister

BATOCKI-FRIEBE

Karl Otto von

Kürassier-Regiment Nr. 3

Gefallen 1914

Oberleutnant

BEAULIEU

Werner von

21. Flieger-Abteilung

Gefallen 1914

Leutnant

BETHUSY-HUC

Graf Eduard von

Dragoner-Regiment Nr. 8, 2. Eskadron

Gefallen 1914

Oberleutnant

BODECKER

Hermann von

Dragoner-Regiment Nr. 12 und Infanterie-Reg. Nr. 142

Vermisst ab dem 19. Oktober 1918

Fahnenjunker

BONIN

Eckart von

Husaren-Regiment Nr. 3

Ende 1914 an einer schweren Verwundung gestorben

Oberleutnant d. R.

BOYNEBURGK

Otto von

Garde-Reiterei und Reserve-Division Nr. 23. Stab

Gefallen am 26. August 1914 im belgischen Cul des Sarts

Leutnant

BRANDHORST-SATZKORN

Kurt

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 4

Gefallen am 6. August 1914 vor Lüttich

Rittmeister

BRAUN

J.

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 3

Leutnant

BÜLOW-STOLLE

Carl Otto von

Dragoner-Regiment Nr. 18 und Flieger-Abteilung 12

Am 26. Mai 1915 von einem Erkundungsflug nicht zurückgekehrt

Rittmeister

BUSSCHE-STREITHORST

Freiherr Carl von dem

Garde-Reiterei

Anfang 1918 tödlich verunglückt

Hauptmann

CHAPPUIS

Herbert von

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 10 und 15, 2. Batterie

Gefallen am 30. September 1916 bei Porumbak

Leutnant

CORREVON

Charles

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 66

Gefallen 1915

Leutnant

DECKEN

Freiherr Wilhelm von d.

Husaren-Regiment Nr. 18

Gefallen 1916

Leutnant

DEMNIG

Helmuth

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 59

Verwundung 1914

Leutnant

DIETZSCH

E. 

Ulanen-Regiment Nr. 19 und 20

Oberleutnant

DOUGLAS

Harry

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 9 (2. Eskadron) und Husaren-Regiment Nr. 1

Am 13. August 1914 bei einem Patrouillenritt in Russland gefallen

Leutnant

DUISBURG

Joh. von

Infanterie-Regiment Nr. 53

Als Adjutant 1915 gefallen

Rittmeister

EINSIEDEL

Graf E. von

Garde-Dragoner-Reg. Nr. 1

Major

ESEBECK

Freiherr Hans A. von

Ulanen-Regiment Nr. 9 und Dragoner-Regiment Nr. 17

Anno 1918 an der Westfront vermisst

Oberleutnant

GABRIEL

 

Artillerie-Reg. Nr. 52

Hauptmann

GEISLER

E.

Artillerie-Reg. Nr. 52

Hauptmann

GEORGE

 

Artillerie-Regiment Nr. 74

Rittmeister

GIULINI

Eduard

Chevauxlegers,-Reg. Nr. 2 1. Eskadron

Tödlich verunglückt am 20. Juli 1915

Rittmeister

GRAEFF

Max

Husaren-Regiment Nr. 13

1915 in Gefangenschaft geraten, 1917 als tot vermeldet

Rittmeister

GRÄVENITZ

Hans von

Dragoner-Regiment Nr. 18, 3. Eskadron

Gefallen 1914 – Kopfschuss

Leutnant

GROEGER

Alfred

Ulanen-Regiment Nr. 2, 3. Eskadron

1914 als tot vermeldet

Hauptmann d. Res. und Adjutant

GUDOWIUS

Walter

90. Infanterie und Reserve-Inf.-Reg. 210

Am 23. Juni 1915 zu Hamburg den Folgen einer schweren Verwundung erlegen

Leutnant

GUSTEDT

Waldemar von

Kürassier-Reg. Nr. 7

1918 schwer verwundet

Leutnant der Res.

GUTTENBERG

Freiherr Maximilian von und zu

Bayerisches Ulanen-Regiment Nr. 1, 4, Eskadron

Gefallen am 20. September 1914 bei Pannes durch Brustschuss auf Patrouille

Rittmeister

HALLSTRÖM

Franz

Husaren-Regiment Nr. 13

Am 13. August 1915 schwer verwundet

Leutnant

HARBOU

Ernst Ulrich von

Dragoner-Regiment Nr. 20

Gefallen als Regimentsadjutant am 19. Juni 1915 bei Girshdeli

Oberleutnant

HARDENBERG

Graf Gerhard von

Ulanen-Regiment Nr. 9, Stab

Nach schwerer Verwundung 1917 gestorben

Rittmeister

HARLAN

Herbert 

Ulanen-Regiment Nr. 7, 3. Eskadron

Am 14. März 1915 vermeldete der „Deutsche Sport“, dass der Eskadronchef gefallen sei

Rittmeister a. D.

HEINSIUS

Oskar

ohne Angabe

Infolge Krankheit verstorben, Verlustliste 27. Juli 1918

Rittmeister

HELLWIG

A.

Dragoner-Regiment Nr. 9

Gefallen 1914

Rittmeister

HELMSTATT

Graf Ludwig von

Ulanen-Reg. Nr. 10, 2. Eskadron

Als stellvertretender Brig.-Adjutant 1915 gefallen

Leutnant

HERDER

Wilhelm von

Husaren-Reg. Nr. 18 und Reserve-Infanterie-Reg. Nr. 242

Gefallen 1916

Leutnant

HEYDEN

Claus von

Grenadier-Regiment zu Pferde Nr. 1, 2. Eskadron

Ende 1914 in französischer Gefangenschaft, für tot erklärt, dann Ostfront und 1919 bei revolutionären Kämpfen ums Leben gekommen

Rittmeister

HOLCK

Graf Carl Friedrich Erich von

Garde-Ulanen-Reg. Nr. 3, Dragoner-Reg. Nr. 9 und Artillerie-Flieger-Abteilung 203

Gefallen am 30. April 1916 bei St. Remy, mit seiner Fokker in einer Flughöhe von 2.600 Meter abgeschossen

Oberleutnant

HÖPKER

Ernst

Infanterie-Regiment Nr. 13 und 131

Gefallen am 15. Juni 1915 als Kompanieführer

Leutnant

JAKOBS

 

Jäger-Reg. zu Pferde Nr. 4

Rittmeister

KANITZ

Graf Georg von

Garde-Ulanen-Reg. Nr. 2

Vermisst seit 15. Januar 1916

Leutnant

KEYSERLINGK

Graf Archibald Botho Alfred Gustav

Leib-Husaren-Reg. Nr. 1, 1. Eskadron

An seinen Wunden am 29. November 1914 verstorben

Leutnant

KIESSLING

 

Württembergisches Artillerie-Reg. Nr. 2 und Artillerie-Reg. Nr. 49

Major

KIRSTEN

Lucas

Ulanen-Regiment Nr. 21

Als Regimentskommandeur 1918 gefallen

Leutnant

KLEIST

Georg von

Ulanen-Regiment Nr. 3

Leutnant

KNIGGE

Freiherr Norwin von

Königs-Ulanen-Reg. Nr. 13 und 18, 2. Eskadron

Gefallen 1915

Leutnant

KOCH

W.

Kürassier-Regiment Nr. 5

Gefallen 1914

Rittmeister

KÖNIGSMARCK

Graf Walther

Leib-Garde-Husaren-Regiment

Abgestürzt bei einem Übungsflug mit Doppeldecker am 2. Oktober 1916 nach Hamburg

Rittmeister

KOTZE

Detlef von

Kürassier-Reg. Nr. 7, 4. Eskadron

1914 zu Tode gekommen

Leutnant

KÜHNE

G. H. von

Leib-Husaren-Regiment Nr. 1

Gefallen am 28. August 1914

Rittmeister

LÖBBECKE

Georg von

Ulanen-Reg. Nr. 9

Gefallen 1918

Rittmeister

LOSS

M.

Ulanen-Reg. Nr. 15

Leutnant

LÜCKE

Constantin

Husaren-Reg. Nr. 21 und Infanterie

Bei einem Sturmangriff in den Vogesen am 8. März 1915 gefallen

Oberleutnant

LÜTCKEN

Eduard von

Ulanen-Regiment Nr. 17

Erst vermisst, dann verwundet gemeldet, erlag 1914 seinen Verletzungen

Leutnant

MAYER

Albert Otto Walter

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5

Gefallen als erster deutscher Soldat des Krieges am 2. August 1914 zwischen Joncherey und Faverois bei einem Aufklärungsritt
*

Leutnant

MEKELBURG

Fritz

Dragoner-Reg. Nr. 13, 3. Eskadron

Gefallen 1914

Rittmeister

MITZLAFF

Alfred von

Ulanen-Reg. Nr. 10 und Garde-Ulanen-Reg. Nr. 3

1918 an seinen Wunden verstorben

Rittmeister

NEHRING

Bruno

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 6

Gefallen bei Gefechten im Osten vom 10. bis 14.September 1914

Leutnant

NEUMANN

E. von

3. Reserve-Infanterie.

Gefallen 1914

Leutnant d. Res.

NEWIGER

Fritz

Ulanen-Regiment Nr. 8, 1. Eskadron

Gefallen 1915

Oberleutnant

OEHMGEN

Hans

Ulanen-Reg. Nr. 12

Als Regiments-Adjutant 1914 gefallen

Oberleutnant

OSTEN

Kurt von der

Husaren-Regiment Nr. 7

Gefallen 1916

Oberleutnant

PENTZ

Hugo

Marine-Infanterie

Gefallen 1915

Leutnant

PLATEN

Achatis

Dragoner-Regiment Nr. 12, 4. Eskadron

Im Jahre 1914 gefallen

Rittmeister

PLATEN

Wilhelm von

Husaren-Regiment Nr. 15, 3. Eskadron.

Nach dem Krieg tat er Dienst in der Reiter-Formation der 5. Ulanen und kam bei Revolutionskämpfen ums Leben

Leutnant

PRIEGER

Helmut

Bayrisches Ulanen-Regiment Nr. 1

Gefallen am 11. August 1914 bei Lagarde

Hauptmann

PRIESEMUTH

Karl

Artillerie-Regiment Nr. 54, 2. Batterie

Verstorben am 10. März 1918 an Fleckfieber

Oberleutnant

RAVEN

Raimar von

Ulanen-Regiment Nr. 13

Gefallen bei Sedan am 25. August 1914

Rittmeister

REUSS XXXVIII

Prinz Heinrich

Kürassier-Reg. Nr. 2

Nach 9 Jahren im Truppenteil am 22. März 1918 gefallen

Rittmeister

RICHARD

Eugen

Dragoner-Regiment Nr. 21, 1. Eskadron

Seinen Wunden im Reserve-Lazarett des Städtischen Krankenhauses Nürnberg 1916 erlegen

Leutnant

RIESE

Dr. Franz

Dragoner-Regiment Nr. 14

Verblutet bei Richebourg am 14. November 1914

Oberleutnant

RODEN

Karl von

Ulanen-Regiment Nr. 13

Gefallen am 29. November 1917

Rittmeister

ROEDER

Albrecht von

Ulanen-Regiment Nr. 3

Rittmeister

SACHSEN-WEIMAR

Prinz Albert Wilhelm Hermann Bernhard Friedrich August Heinrich von

Kürassier-Regiment Nr. 2

Gefallen 1918

Rittmeister

SCHAUMBURG-LIPPE

Prinz Moritz zu

Kürassier-Regiment Nr. 1

Oberstleutnant

SCHIERSTAEDT

Georg von

Husaren-Regiment Nr. 8

Rittmeister

SCHLOTHEIM

Freiherr Heinrich von

Husaren-Regiment Nr. 12

Erlag seiner Verwundung vom 10. August 1914 bei Orsmael

Leutnant

SCHLÜTER

Arnold von

Husaren-Regiment Nr. 3

Starb am 22. September 1914 an einer Verwundung, erhalten auf Patrouille gegen Engländer bei Laon

Rittmeister

SCHMIDT

Karl von

Leib-Husaren-Reg. Nr. 1

Leutnant

SCHULZ-COMMAU

K.

Dragoner-Regiment Nr. 1

Leutnant

SCHWEINICHEN

Hans von

Garde-Dragoner-Reg. Nr. 1 und 4. Garde-Reg. Zu Fuß Nr. 4

Gefallen 1916

Leutnant

SECKENDORFF

Freiherr Veit von

Husaren-Regiment Nr. 12, 2. Kavallerie-Division Stab

Fiel am 28. August 1914 bei Moislains

Oberleutnant

SPIESS

Carl

Dragoner-Reg. Nr. 25

Leutnant

STRACHWITZ

Graf Franz Joseph

Husaren-Reg. Nr. 4 und. Garde-Ulanen- Reg. Nr. 2

Gefallen am 27. August 1914 bei Maubouge

Rittmeister

STÜLPNAGEL

Erich O. von

Grenadiere zu Pferde

Gefallen am 15. August 1915 nahe Gieguzyn

Rittmeister

TUCHER VON SIMMELSDORF

Freiherr Gottlieb

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 10, 1. Eskadron

Gefallen am 20. August 1914

Oberleutnant d. Reserve

UTTECH

Walter

Infanterie-Regiment Nr. 53

Ab 1915 vermisst

Rittmeister

WANGENHEIM

Freiherr Friedrich von

Ulanen-Regiment Nr. 13

Leutnant

WANGENHEIM

Freiherr Max von

Dragoner-Regiment Nr. 5 und Königs-Ulanen-Reg. Nr. 13, 4. Eskadron

Gefallen bei Wattusky, südlich Minsk, am 30. September 1915

Oberleutnant

WEDEMEYER

Werner Gotthelf von

Ulanen-Regiment Nr. 3

1917 verwundet und vermisst

Oberleutnant

WENNMOHS

Karl

Dragoner-Regiment Nr. 1

Als Stabsoffizier 1914 gefallen

Rittmeister

WENTZKY UND PETERSHEYDE

Arthur von

Husaren-Regiment Nr. 3 und 2. Schweriner Reserve-Reiter-Regiment

Gefallen am 23. Dezember 1914 als Eskadronchef bei Le Meshil

Rittmeister a. D.

WESTARP

Graf Georg von

Leib-Garde-Husaren-Regiment und Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 52

Durch Unfall 1915 schwer verletzt und gestorben

Hauptmann

WILMSEN

 

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 4

Gefallen 1914 als Batteriechef

Leutnant

WINTERFELD

Hans Henning Karl Philipp von

Husaren-Regiment Nr. 3 und Feldflieger-Truppe

1915 an seinen Wunden im Feldlazarett verblichen

Oberleutnant

WITTMACK

Hans Hugo

Garde-Train-Abteilung

1915 gefallen

Berufsreiter

Name

Vorname

BELLHAUSEN

O.

BOGON

J.

BURGER

A.

CERNIK

W.

GEPPERT

C.

GIESSEL

O.

HORACEK

F.

KORTH

W.

KREISEL

F.

LANGE

O.

NICHT LESBAR

NIEDERMEYER

G.

PIEPER

A.

PRATER

F.

PUTTLITZ

A.

SCHOLZ

R.

SCHÜHE

STÜBING

F.

WERDERMANN

G.

WISCHEK

J.

Weitere Beschreibungen des Denkmals:
„In antikischer Nacktheit sitzt der Reiter aufrecht auf dem ausschreitenden Pferd. Die Erhabenheit, Ruhe und Harmonie der Gruppe kommt in dem durch die Medaillons als Hauptansicht ausgezeichneten Profil besonders schön zur Geltung. Dieses Denkmal wurde den im Ersten Weltkrieg gefallenen Rennreitern gewidmet. Es ist in neoklassizistischem Stil ausgeführt. Das kompositionelle Schema und der strenge tektonische Aufbau legen die Werke Louis Tuaillons als Vorbilder nahe. Auch die Silhouette des Denkmals sowie bestimmte Details, wie die Kopfform des Pferdes mit den schräg nach vorn gestellten Ohren, sprechen dafür. Allerdings ist die Oberfläche detailärmer und mehr flächig als plastisch gegenüber Tuaillon.“
(Aus „Plastiken, Denkmäler und Brunnen im Bezirk Lichtenberg“, Stand September 1993)
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„Das Ehrenmal der Rennreiter zeigt im Angesicht der Karlshorster Tribünen einen Marmorsockel, darauf in Bronze ein Vollblutpferd, das von einem deutschen Jüngling geritten wird. Und dieser Reiter – ein selten glücklicher Gedanke! – trägt die Züge des unvergeßlichen Grafen Erich Holck, des Besten einen, der jemals in Deutschland im Sattel kämpfte.“
Diese Version überlieferte Oscar Christ 1938 in „Das Hohelied des deutschen Amateursports“. Andere Quellen benennen Heinrich von Rosenberg und Christoph-Joachim von Platen als Modell. Sicher ist nur, dass es sich beim Pferd um das Abbild des 1916 geborenen Hengstes Rosenritter (Besitzer: Arthur und Carl von Weinberg) handelt, einem Sohn von Fels und Rose Verte. Unter Otto Schmidt gewann dieser Vollblüter 1919 das Grunewalder „Podbielski-Rennen“ und belegte im „Großen Preis von Berlin“ einen zweiten Platz.
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„Leise tönt aus der Ferne ein wohlbekannter, aufrüttelnder Laut: Das dumpfe, kriegerische Pochen der Kesselpauke, und dazwischen, wenn der Wind sie herbeiträgt, eine wilde, jauchzende Trompetenweise. […] Im Augenblick ist es, als nähme die schon in müden, spätsommerlich zu Ende blühenden Farben sich darbietende Karlshorster Rennbahn ein neues, belebteres Aussehen an. […] Wer Reiter ist, fühlt das Blut schneller strömen. Wer einmal Reiter war, reckt sich empor. […] Dorthin, wo am Eingangswäldchen das Standbild durch die dünnen, bergenden Leinenvorhänge schimmert, wo in weitem Viereck Paniere und Banner flattern, bewegt sich die herannahende Ehrenschwadron. Schon längst ist der Denkmalsplatz von harrenden Gästen umgeben. Man sieht Uniformen der alten Streitmacht. Man sieht die roten und schwarzen Attilas, die himmelblauen Dragonerröcke, und wird mit wehmütiger Betroffenheit des Umstandes inne, dass sie nun wirklich schon der Vergangenheit angehören. Sie sind ein Gruß aus versunkener Zeit, und waren doch eben noch Schmuck am Wege.“ Umgeben von berittener Polizei, rollte ein Auto durch die Gasse der Kavalleristen, dem Reichspräsident und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg entstieg.

Mit traurig gütigem Blick verneigte er sich vor den Verwandten der Gefallenen, begrüßte danach die Preußen-Prinzen Eitel Friedrich und Sigismund mit ihren Gemahlinnen sowie die Generale von Seeckt, von Kluck und von Einem. Nach ergreifenden Worten des Grafen Lubbert von Westphalen und Dankesworten an Bildhauer Willibald Fritsch fiel unter den Klängen der Uhland-Weise von 1809 „Ich hatt´ einen Kameraden…“ langsam die weiße Hülle. Zuerst trat der Reichspräsident entblößten Hauptes an das Denkmal mit den Namen gefallener Herren- und Berufsreiter heran, um nach kurzem Gebet einen Kranz niederzulegen. Danach nahm er im alten Soldatenrock die Parade der zweiten Schwadron des Reichswehr-Reiterregiments ab, um sich später auf der Haupttribüne dem Rennprogramm zu widmen.”

„Berliner Lokal-Anzeiger“ vom 24. September 1925
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“Der bronzene Reiter kehrte am 14. Dezember wieder an seinen Standort zurück, den er im Januar wegen des einsturzgefährdeten Sockels verlassen musste. Unser besonderer Dank geht an die Berliner Denkmalbehörde, die dieses Vorhaben finanziell unterstützt hat, an den Restaurator, Herrn Carsten Kuhn, der sich viel Mühe zur originalgetreuen Wiederherstellung des Sockels gegeben hat und an die Berliner Feuerwehr für die Wiederherstellung des Standbildes auf dem Sockel.”
(Dr. Hans Krautzig/Bürgerverein Karlshorst, 12. Dezember 2007)
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Die ursprüngliche Version des Beitrags stammte von Martina Rohde, übergeben am 28.Januar 2006 Diese basierte auf einer 1994 erschienenen Sonderbroschüre zum 100. Jahrestag der Rennbahn Karlshorst (1894 bis 1994), die Gerd von Ende erarbeitet hatte. Beigeordnet war auch eine Liste von 139 gefallenen Herrenreitern. Dem Autoren ist es mittlerweile gelungen, mittels Buchstabenresten und historischen Fotos die tatsächlich am Denkmal verewigten 117 Namen – bis auf eine Ausnahme bei den 20 Berufsreitern – zu ermitteln.
Die lange Vorder- und Hinterfront des Denkmals enthält jeweils acht Tafeln und die schmalen Seiten jeweils vier, insgesamt also 24 Tafeln. Auf 21 sind jeweils fünf Namen zu entdecken. Auf zwei lediglich vier Namen plus eine Art Zierleiste und auf einer Tafel ein Name, der zwei Zeilen beansprucht: (Wern. Gotthelf / Wedemeyer).

* Foto aus dem Familienarchiv MAYER.

Datum der Abschrift: Oktober 2017

Verantwortlich für diesen Beitrag: Gerd von Ende
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