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Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Karlshorst (Trabrennbahn), Berlin

PLZ 10318

52° 28' 39.82" N, 13° 31' 30.97" E


Reiterdenkmal aus Bronze

Grundsteinlegung am 10. Juni 1924 und Einweihung am 23. September 1925. Plastik: ca. 300 cm mit Plinthe, Sockelhöhe gesamt 270 cm.
Signiert an der Plinthe links außen: WILLIBALD FRITSCH 1925 und an der Plinthe vorn: GEG. LAUCHHAMMER

Unterer Sockelteil: Namen von 97 Herren- (Amateure) und 20 Berufsreitern, gefallen im 1. Weltkrieg. Alle Schriftzüge wurden nach 1945, wahrscheinlich in den 70er Jahren, unkenntlich gemacht. Am 2007 sanierten Denkmal wurden auch die Inschriften - soweit noch möglich - wieder sichtbar gemacht, wobei die Lesbarkeit durch die frühere Verspachtelung freilich gelitten hat. (Am Schluss weitere, ausführliche Beschreibungen des Denkmals).




Parade der vor dem Feinde gefallenen Rennreiter auf der Karlshorst Rennbahn. - Nach einem Gemälde von Wilhelm Barth. Von links nach rechts: Rittm. Fr. Frhr. von Wangenheim (13. Ul.),
Oblt. H. Wittmack (Gd.-Train), Rittm. Graf Holck (9. Drag.), Lt. Demnig (59. Art.), Lt. Graf Strachwitz (2. Gd.-Ul.), Dr. Fr. Riese, Lt. Prieger (1. bayr. Ul.), Oblt. v. Raven (13. Ul.) und Oblt. v. Lütcken (17. Ul.).

Inschriften:


Kranz 1:

GEWIDMET
VON IHREN
FREUNDEN

Kranz 2:

UNSERN
GEFALLENEN
HELDEN

Namen der Gefallenen:

1. Weltkrieg - Herrenreiter

Foto

Dienstgrad

Name

Vorname

Einheit

Bemerkung

Rittmeister

BATOCKI-FRIEBE

Otto Paul Walter Tortilowicz von

Kürassier-Regiment Nr. 3

Gefallen als Eskadronchef am 12. September 1914 in der Rominter Heide (OUR FAMILY GENEALOGY PAGES und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Oberleutnant

BEAULIEU

Werner von

21. Flieger-Abteilung

Gefallen am 4. September 1914 bei Cormicy nordwestlich von Reims. (Verlustlisten 1. WK, S. 415)

Leutnant

BETHUSY-HUC

Eduard Graf von

Dragoner-Regiment Nr. 8, 2. Eskadron

Gefallen im Sommer 1914 (Sport im Bild, 18. September 1914)

Oberleutnant

BODECKER

Hans von

Dragoner-Regiment Nr.12, 4. Eskadron

Schwer verwundet am 26. August, starb er am 30. September 1914 im Aachener Reserve-Lazarett Nr. 4 (Verlustlisten 1. WK, S. 4.014 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Fahnenjunker

BONIN

Eckart von

Husaren-Regiment Nr. 3, 4. Eskadron

Ende 1914 an einer schweren Verwundung gestorben (Verlustlisten 1. WK, S. 3.598)

Oberleutnant d. R.

BOYNEBURGK

Otto von

Garde-Reiterei und Reserve-Division Nr. 23. Stab

Tod am 26. August 1914 im belgischen Cul des Sarts (Verlustlisten 1. WK, S. 810)

Leutnant

BRANDHORST-SATZKORN

Kurt

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 4

Gefallen gleich im Sommer 1914 vor Lüttich (Verlustlisten 1. WK, S. 1)

Rittmeister

BRAUN

J.

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 3

Leutnant

BÜLOW-STOLLE

Carl Otto von

Dragoner-Regiment Nr. 18 und Flieger-Abteilung 12

Als Beobachter am 26. Mai 1915 von einem Erkundungsflug nicht zurückgekehrt. (Deutscher Sport, 17. Juni 1915)

Rittmeister

BUSSCHE-STREITHORST

Carl Freiherr von dem

Garde-Reiterei

Anfang 1918 tödlich verunglückt. (Verlustlisten 1. WK, S. 22.701)

Hauptmann

CHAPPUIS

Herbert von

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 10 und 15, Reitende Abteilung

Gefallen am 30. September 1916 an der Front (Verlustlisten 1. WK, S. 15.711, Deutscher Sport, 15. Oktober 1916 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Leutnant

CORREVON

Charles

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 66

Gefallen 1915 (Verlustlisten 1. WK, S. 4.085)

Leutnant

DECKEN

Wilhelm Freiherr von d.

Husaren-Regiment Nr. 18, 5. Eskadron

Gefallen gegen Ende 1916 (Verlustlisten 1. WK, S. 16.154 und Sport im Bild, 15. Dezember 1916)

Leutnant

DEMNIG

Helmuth

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 59

Tod an der Front 1917. (Verlustlisten 1. WK, S. 20.722)

Leutnant

DIETZSCH

Hans 

Ulanen-Regiment Nr. 19 und 20

In den Jahren 1914 und 1915 als vermisst geführt, wird 1918 als Gefangener erwähnt. (Verlustlisten 1. WK, S. 761, S. 8.832 und S. 26.711)

Oberleutnant

DOUGLAS

Harry

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 9, 2. Eskadron

Am 13. August 1914 bei einem Patrouillenritt in Russland gefallen (Sport im Bild, 9. April 1914)

Leutnant

DUISBURG

Joh. von

Infanterie-Regiment Nr. 53

Als Adjutant 1915 gefallen

Rittmeister

EINSIEDEL

Alexis Haubold von

Garde-Dragoner-Reg. Nr. 1

Als Eskadronchef am 11. September 1914 im ostpreußischen Goldap gefallen (www.schloss-schoenfeld.de)

Major

ESEBECK

Hans Asmus Freiherr von

Ulanen-Regiment Nr. 9

Seit Anfang September 1918 als Bataillonsführer an der Westfront vermisst. (Verlustlisten 1. WK, S. 27.381)

Oberleutnant

GABRIEL

 

Artillerie-Reg. Nr. 52

Erlitt südlich von Szawle schwere Verletzungen durch Granatsplitter, denen er am 19. Mai 1915 erlag. (Deutscher Sport, 27. Mai 1915)

Hauptmann

GEISLER

E.

Artillerie-Reg. Nr. 52

Hauptmann

GEORGE

 Herbert

Artillerie-Regiment Nr. 74

Als Stabsoffizier im August 1916 gefallen (Verlustlisten 1. WK, S. 13.971 und Deutscher Sport, 8. August 1916)

Rittmeister

GIULINI

Eduard

Chevauxlegers,- Regiment Nr. 2, 1. Eskadron

Verunglückte am 20. Juli 1915 beim Forcieren eines Wasserhindernisses tödlich. (Deutscher Sport, 8. August 1915 und Verlustlisten 1. WK, S. 8.085)

Rittmeister

GRAEFF

Max

Husaren-Regiment Nr. 13

1915 in Gefangenschaft geraten, 1917 als tot vermeldet. (Verlustlisten 1. WK, S. 9.754 und 19.881)

Rittmeister

GRÄVENITZ

Hans von

Dragoner-Regiment Nr. 18, 3. Eskadron

Gefallen 1914 durch Kopfschuss

Leutnant

GROEGER

Alfred

Ulanen-Regiment Nr. 2, 3. Eskadron

1914 als tot vermeldet. (Verlustlisten 1. WK, S. 183)

Hauptmann d. Res. und Adjutant

GUDOWIUS

Walter

90. Infanterie und Reserve-Inf.-Reg. 210

Am 23. Juni 1915 im Hamburger Vereinslazarett am Schlumps einer schweren Verwundung erlegen (Deutscher Sport, 1. Juli 1915)

Leutnant

GUSTEDT

Waldemar von

Kürassier-Reg. Nr. 7

Kam 1916 an der Front ums Leben (Deutscher Sport, 11. April 1916)

Leutnant der Res.

GUTTENBERG

Maximilian Freiherr von und zu

Bayerisches Ulanen-Regiment Nr. 1, 4, Eskadron

Gefallen am 20. September 1914 bei Pannes durch Brustschuss auf Patrouille (Verlustlisten 1. WK, S. 5.955)

Rittmeister

HALLSTRÖM

Franz

Husaren-Regiment Nr. 13

Kam Mitte Oktober 1918 zu Tode (Verlustlisten 1. WK, S. 26.892 und S. 26.923)

Leutnant

HARBOU

Ernst Ulrich von

Leib-Dragoner-Regiment Nr. 20

Gefallen als Regimentsadjutant am 19. Juni 1915 – am Tage seiner Beförderung - bei Girshdeli (Deutscher Sport, 27. Juni 1915)

Oberleutnant

HARDENBERG

Gerhard Graf von

Ulanen-Regiment Nr. 9, Stab

Nach schwerer Verwundung 1917 gestorben (Verlustlisten 1. WK, S. 18.142)

Rittmeister

HARLAN

Herbert 

Ulanen-Regiment Nr. 7, 3. Eskadron

Gefallen als Eskadronchef am 3. März 1915 (Deutscher Sport, 14. März 1915)

Rittmeister a. D.

HEINSIUS

Oskar

ohne Angabe

Infolge schwerer Krankheit 1918 verstorben. (Verlustlisten 1. WK, S. 25.277)

Rittmeister

HELLWIG

A.

Dragoner-Regiment Nr. 9

Gefallen 1914

Rittmeister

HELMSTATT

Ludwig Graf von

Ulanen-Reg. Nr. 10, 2. Eskadron

Als stellvertretender Brig.-Adjutant im Oktober 1915 gefallen (Verlustlisten 1. WK, S. 9.754)

Leutnant

HERDER

Wilhelm von

Husaren-Reg. Nr. 18 und Reserve-Infanterie-Reg. Nr. 242

Gefallen 1916 in der Somme-Schlacht (Verlustlisten 1. WK, S. 15.147 und Deutscher Sport, 11. September 1916)

Leutnant

HEYDEN

Claus von

Grenadier-Regiment zu Pferde Nr. 1, 2. Eskadron

Ende 1914 in Gefangenschaft, für tot erklärt, dann Ostfront und nach Kriegsende im eigenen Land bei Niederschlagungen von Massenstreiks nach Putschversuchen ums Leben gekommen.

Rittmeister

HOLCK

Graf Carl Friedrich Erich von

Garde-Ulanen-Reg. Nr. 3, Dragoner-Reg. Nr. 9 und Artillerie-Flieger- Abteilung 203

Gefallen am 30. April 1916 bei St. Remy, mit seiner Fokker in einer Flughöhe von 2.600 Meter abgeschossen

Oberleutnant

HÖPKER

Ernst

Infanterie-Regiment Nr. 13 und 131

Gefallen am 15. Juni 1915 als Kompanieführer (Deutscher Sport, 1. Juli 1915)

Leutnant

JAKOBS

 H.

Jäger-Reg. zu Pferde Nr. 4

Mitte August 1916 an den Folgen einer schweren Verwundung verstorben. (Deutscher Sport, 22. August 1916)

Rittmeister

KANITZ

Georg Graf von

Garde-Ulanen-Reg. Nr. 2

Vor dem Kriege auch Militär-Attaché bei der deutschen Gesandtschaft in Teheran, fiel er 1916 nach einem Kampf gegen Russen am Pass von Bid-Sorkh bei Kangavar in Persien. (Deutscher Sport, 9. April 1916 und Sport im Bild, 26. Mai 1916)

Leutnant

KEYSERLINGK

Graf Archibald Botho Alfred Gustav

Leib-Husaren-Reg. Nr. 1, 1. Eskadron

Lange vermisst, verstarb er an seinen im Osten erlittenen Wunden am 29. November 1914. (Sport im Bild, 18. Dezember 1914 und Verlustlisten 1. WK, S. 4.084)

Oberleutnant

KIESSLING

 

Württembergisches Artillerie-Reg. Nr. 2 und Artillerie-Reg. Nr. 49

Major

KIRSTEN

Lucas

Ulanen-Regiment Nr. 21

Als Regimentskommandeur 1918 gefallen. (Verlustlisten 1. WK, S. 22.416)

Leutnant

KLEIST

Georg von

Ulanen-Regiment Nr. 3

Leutnant

KNIGGE

Norwin Freiherr von

Königs-Ulanen-Reg. Nr. 13, 2. Eskadron

Gefallen im Sommer 1915. (Verlustlisten 1. WK, S. 8.081)

Leutnant

KOCH

W.

Kürassier-Regiment Nr. 5

Gefallen 1914

Rittmeister

KÖNIGSMARCK

Walther Graf

Leib-Garde-Husaren-Regiment

Abgestürzt bei einem Übungsflug mit Doppeldecker am 2. Oktober 1915 nahe dem Elbe-Trave-Kanal (Deutscher Sport, 7. Oktober 1915)

Rittmeister

KOTZE

Hans-Detlef von

Kürassier-Reg. Nr. 7, 4. Eskadron

Am 26. August 1914 in Frankreich gefallen. (Deutscher Sport, 11. Februar 1915)

Leutnant

KÜHNE

Hans-Georg von

Leib-Husaren-Regiment Nr. 1

Gefallen im August 1914 (Verlustlisten 1. WK, S. 1.204 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Rittmeister

LÖBBECKE

Georg von

Ulanen-Reg. Nr. 9

Gefallen 1918. (Verlustlisten 1. WK, S. 24.817)

Rittmeister

LOSS

M.

Ulanen-Reg. Nr. 15

Leutnant

LÜCKE

Constantin

Ulanen-Reg. Nr. 21 und Infanterie

Bei einem Sturmangriff in den Vogesen am 8. März 1915 gefallen. (Deutscher Sport, 14. und 21. März 1915)

Oberleutnant

LÜTCKEN

Eduard von

Ulanen-Regiment Nr. 17

Erst vermisst, dann verwundet gemeldet, erlag er 1914 im Osten seinen Verletzungen. Der Ulan war 1912 bei den Olympischen Spielen in Stockholm gestartet. (Sport im Bild, 30. Oktober 1914)

Leutnant

MAYER

Albert Otto Walter

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5

Gefallen als erster deutscher Soldat des Krieges am 2. August 1914 zwischen Joncherey und Faverois bei einem Aufklärungsritt (Info: Journalist und Historiker Theo Toebosch/Amsterdam)

Leutnant

MEKELBURG

Fritz

Dragoner-Reg. Nr. 13, 3. Eskadron

Gefallen im November 1914. (Verlustlisten 1. WK, S. 2.684)

Rittmeister

MITZLAFF

Alfred von

Ulanen-Reg. Nr. 10

Im Sommer 1918 an seinen Wunden verstorben. (Verlustlisten 1. WK, S. 25.313)

Rittmeister

NEHRING

Bruno

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 6

Gefallen bei Gefechten im Osten vom 10. bis 14.September 1914 (Verlustlisten 1. WK, S. 895 und Sankt Georg, 8.-14. Oktober 1914)

Leutnant d. Res.

NEUMANN

E. von

3. Reserve-Infanterie.

Gefallen 1916 (Deutscher Sport, 11. April 1916)

Leutnant d. Res.

NEWIGER

Fritz

Ulanen-Regiment Nr. 8, 1. Eskadron

Verstarb am 21. Februar 1915 an der deutsch-russischen Front. (Deutscher Sport, 28. Februar 1915)

Oberleutnant

OEHMGEN

Hans

Ulanen-Reg. Nr. 12

Als Regiments-Adjutant 1914 gefallen. (Verlustlisten 1. WK, S. 166)

Oberleutnant

OSTEN

Kurt von der

Husaren-Regiment Nr. 7 und Fliegerabteilung

Abkommandiert von der Reitschule Hannover, fiel er 1916. (Deutscher Sport, 1. Juni 1916)

Oberleutnant

PENTZ

Hugo

Marine-Infanterie, Stab

Gefallen im Sommer 1915 (Deutscher Sport, 2. September 1915 und Verlustlisten 1. WK, S. 8.963)

Leutnant

PLATEN

Achates, Carl August von

Dragoner-Regiment Nr. 12 und 5,

1913 zur Berliner Turnanstalt kommandiert, ritt er Anfang 1914 erste Kriegspatrouillen an der Grenze zu Russland, kam dann nach Belgien. Hier fiel der Dragoner am 19. August 1914 bei Rillaer nahe Aerschot. **

Rittmeister

PLATEN

Friedrich Wilhelm von

Inf.-Regiment Nr. 91, Husaren-Regiment Nr. 15, Garde-Kav.-Schützen-Division und Ulanen-Regiment Nr. 5

Mit Kriegsausbruch ins Feld gerückt, war er 1918 letztlich Generalstabsoffizier in der 21. Inf.-Division. Später Schwadronsführer bei den Ulanen Nr. 5, fiel der „Bitz“ genannte Offizier am 23. März 1920 bei den Ruhrkämpfen in der Nähe von Hamborn an der Spitze seiner Schwadron. **

Leutnant

PRIEGER

Helmuth

Bayrisches Ulanen-Regiment Nr. 1

Gefallen am 11. August 1914 bei Lagarde. (Sankt Georg, 2. September 1914 und Sport im Bild, 4. September 1914)

Hauptmann

PRIESEMUTH

Kurt

Artillerie-Regiment Nr. 54, 2. Batterie

Verstorben am 10. März 1918 an Fleckfieber. (Verlustlisten 1. WK, S. 23.135)

Oberleutnant

RAVEN

Raimar von

Ulanen-Regiment Nr. 13

Gefallen bei Sedan am 25. August 1914. (Sport im Bild, 18. September 1914)

Oberleutnant

REUSS XXXVIII

Prinz Heinrich

Kürassier-Reg. Nr. 2

Nach 9 Jahren im Truppenteil am 22. März 1918 gefallen. (Verlustlisten 1. WK, S. 23.168)

Rittmeister

RICHARD

Eugen

Dragoner-Regiment Nr. 21, 1. Eskadron

Seinen Wunden im Reserve-Lazarett des Städtischen Krankenhauses Nürnberg 1915 erlegen. (Deutscher Sport, 11. November 1915 und Verlustlisten 1. WK, S. 11.577)

Leutnant d. Res.

RIESE

Dr. Franz

Dragoner-Regiment Nr. 14

Verblutete am 14. Oktober 1914, da keine Hilfe kam, an einer eigentlich nicht so schweren Verwundung durch eine explodierende Handgranate. Todesort: Nordfrankreich, wahrscheinlich an der Aisne Front.

Oberleutnant

RODEN

Karl von

Königs-Ulanen-Regiment Nr. 13

Gefallen als Adjutant am 29. November 1917 (Verlustlisten 1. WK, S. 30.316 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Rittmeister

ROEDER

Albrecht von

Ulanen-Regiment Nr. 3

Galt bereits im Juni 1915 als vermisst, was im September bestätigt wurde. (Verlustlisten 1. WK, S. 15.060)

Rittmeister

SACHSEN-WEIMAR

Prinz Albert Wilhelm Hermann Bernhard Friedrich August Heinrich von

Kürassier-Regiment Nr. 2

Gefallen 1918. (Verlustlisten 1. WK, S. 26.873)

Rittmeister

SCHAUMBURG-LIPPE

Moritz Prinz zu

Kürassier-Regiment Nr. 1

Gefallen im 1. Weltkrieg (Das deutsche Reiterbuch, Roeingh 1940, S. 350)

Oberstleutnant

SCHIERSTAEDT

Friedrich Georg von

Husaren-Regiment Nr. 8

Am 25. November 1919 während der Rückkehr aus englischer Gefangenschaft – von Kairo aus – auf dem Transportschiff verstorben. (Homepage Familie Horst von Borries)

Rittmeister

SCHLOTHEIM

Heinrich Freiherr von

Husaren-Regiment Nr. 12

Erhielt am 10. August 1914 bei Orsmael einen Schuss in die rechte Lunge, woran er später starb. (Verlustlisten 1. WK, S. 12 und S. 1935)

Leutnant

SCHLÜTER

Arnold von

Husaren-Regiment Nr. 3

Starb am 22. September 1914 an einer Verwundung, erhalten auf Patrouille gegen Engländer bei Laon. (Sankt Georg, 8.-14. Oktober 1914 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Rittmeister

SCHMIDT

Karl von

Leib-Husaren-Reg. Nr. 1

Am 16. Oktober 1915 als Eskadronchef im Feldlazarett verstorben. (Deutscher Sport, 21. Oktober 1915 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Leutnant

SCHULZ-COMMAU

K.

Dragoner-Regiment Nr. 1

Leutnant

SCHWEINICHEN

Hans von

Garde-Dragoner-Reg. Nr. 1 und 4. Garde-Regiment zu Fuß Nr. 4

Der Führer der 6. Kompanie wurde bei einem Sturmangriff in der Nacht vom 23. zum 24. August 1916 tödlich getroffen. (Deutscher Sport, 5. September 1916)

Leutnant

SECKENDORFF

Veit Freiherr von

Husaren-Regiment Nr. 12, 2. Kavallerie-Division, Stab

Fiel am 28. August 1914 bei Moislains (Verlustlisten 1. WK, S. 575)

Oberleutnant

SPIESS

Karl

Dragoner-Reg. Nr. 25, 3. Eskadron

Der Ludwigsburger kam im Herbst 1914 zu Tode (Verlustlisten 1. WK, S. 2.296)

Leutnant

STRACHWITZ

Franz Joseph Graf

Garde-Ulanen- Reg. Nr. 2

Gefallen am 27. August 1914 auf Patrouille in den Kämpfen bei der Festung Maubeuge. (Sport im Bild, 18. September 1914 und Deutscher Sport, 17. Januar 1915)

Rittmeister

STÜLPNAGEL

Erich Otto von

Grenadiere zu Pferde

Gefallen am 15. August 1915 nahe Gieguzyn. (Deutscher Sport, 29. August 1915)

Oberleutnant d. Reserve

UTTECH

Walter

Infanterie-Regiment Nr. 53

Fand 1915 den Tod. (Deutscher Sport, 25. November 1915)

Rittmeister

VON SIMMELSDORF

Gottlieb Freiherr Tucher

Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 10, 1. Eskadron

Gefallen am 21. August 1914 auf einem Patrouillenritt. (Deutscher Sport, 15. April 1915)

Rittmeister

WANGENHEIM

Friedrich Freiherr von

Dragoner-Regiment Nr. 5

Kam im Spätsommer 1915 ums Leben. (Deutscher Sport, 10. Oktober 1915)

Oberleutnant

WANGENHEIM

Max Freiherr von

Dragoner-Regiment Nr. 5 und Königs-Ulanen-Reg. Nr. 13, 4. Eskadron

Gefallen bei Wattusky, südlich Minsk, am 29. September 1915 durch Kopfschuss. (Deutscher Sport, 10. und 17. Oktober 1915)

Oberleutnant

WEDEMEYER

Werner Gotthelf von

Ulanen-Regiment Nr. 3 und Garde-Grenadier-Regiment Nr. 5

Als Kompanieführer am 28. Juni 1917 nach Verwundung verstorben. (Verlustlisten 1. WK, S. 20.003 und Gothaisches genealogisches Taschenbuch)

Oberleutnant

WENNMOHS

Karl

Dragoner-Regiment Nr. 1

Als Stabsoffizier im Herbst 1914 gefallen. (Verlustlisten 1. WK, S. 2.494)

Rittmeister

WENTZKY UND PETERSHEYDE

Arthur von

Husaren-Regiment Nr. 3 und 2. Schweriner Reserve-Reiter-Regiment

Gefallen bei einem Sturmangriff in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember 1914 als Eskadronchef bei Le Meshil (Deutscher Sport, 10. Januar 1915)

Rittmeister a. D.

WESTARP

Graf Georg von

Leib-Garde-Husaren-Regiment und Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 52

Durch Unfall 1915 schwer verletzt und im Lazarett gestorben. (Deutscher Sport, 19. Dezember 1915)

Hauptmann

WILMSEN

 

Feld-Artillerie-Regiment Nr. 4

Gefallen 1914 als Batteriechef. (Verlustlisten 1. WK, S. 1)

Leutnant

WINTERFELD

Hans Henning Karl Philipp von

Husaren-Regiment Nr. 3 und Feldflieger-Truppe

Erlag im Herbst 1915 seinen Wunden im Feldlazarett. (Verlustlisten 1. WK, S. 9.222)

Oberleutnant

WITTMACK

Hans Hugo

1. Garde-Train-Abteilung

Gefallen am 2. Mai 1915 als Kompanieführer bei Kämpfen im Westen. (Deutscher Sport, 9. Mai 1915 und Verlustlisten 1. WK, S. 7.006)

Berufsreiter

Name

Vorname

Bemerkung

BOGON

JOSEF

BUERGER

A.

CERNIK

WENZEL

Fiel 1915 in Italien.

GEPPERT

HEINRICH

Fand im April 1915 bei Verdun den Tod.

GIEBELHAUSEN

HANS

In der Schlacht an der Somme am 12. Oktober 1916 umgekommen.

GIESSEL

OTTO FRANZ RICHARD

Verstarb am 10. März 1916 vor Verdun.

HORACEK

FRANZ

Seit 1907 Galopptrainer, fiel er 1918 in Mähren.

KORTH

WILLY MAX

Am 5. November 1914 kam er in Westflandern zu Tode

KREISEL

FRIEDRICH

LANGE

OTTO FRIEDRICH

Der Futtermeister fiel am 6. März 1916 bei Granatbeschuss vor Verdun.

MICHAEL

GEORG

NIEDERMAYER

G.

PIEPER

ALBERT

PRATER

E.

PUTTLITZ

ALFRED

Verstarb am 28. September 1918 in Rostow am Don.

RICHTER

H.

SCHMIDT

MAX

Gefallen im Oktober 1916 bei Kämpfen an der Somme

STÜBING

FRIEDRICH KARL WILHELM

Erlag am 7. April 1918 im Feldlazarett Maricourt in Frankreich schweren Verletzungen

WERDERMANN

GUSTAV

Kam als Musketier am 30. Dezember 1916 nahe Sirry-sur-Meuse zu Tode

WISCHEK

Joh.

Weitere Beschreibungen des Denkmals:
„In antikischer Nacktheit sitzt der Reiter aufrecht auf dem ausschreitenden Pferd. Die Erhabenheit, Ruhe und Harmonie der Gruppe kommt in dem durch die Medaillons als Hauptansicht ausgezeichneten Profil besonders schön zur Geltung. Dieses Denkmal wurde den im Ersten Weltkrieg gefallenen Rennreitern gewidmet. Es ist in neoklassizistischem Stil ausgeführt. Das kompositionelle Schema und der strenge tektonische Aufbau legen die Werke Louis Tuaillons als Vorbilder nahe. Auch die Silhouette des Denkmals sowie bestimmte Details, wie die Kopfform des Pferdes mit den schräg nach vorn gestellten Ohren, sprechen dafür. Allerdings ist die Oberfläche detailärmer und mehr flächig als plastisch gegenüber Tuaillon.“
(Aus „Plastiken, Denkmäler und Brunnen im Bezirk Lichtenberg“, Stand September 1993)
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„Das Ehrenmal der Rennreiter zeigt im Angesicht der Karlshorster Tribünen einen Marmorsockel, darauf in Bronze ein Vollblutpferd, das von einem deutschen Jüngling geritten wird. Und dieser Reiter – ein selten glücklicher Gedanke! – trägt die Züge des unvergeßlichen Grafen Erich Holck, des Besten einen, der jemals in Deutschland im Sattel kämpfte.“
Diese Version überlieferte Oscar Christ 1938 in „Das Hohelied des deutschen Amateursports“. Andere Quellen benennen Heinrich von Rosenberg und Christoph-Joachim von Platen als Modell. Sicher ist nur, dass es sich beim Pferd um das Abbild des 1916 geborenen Hengstes Rosenritter (Besitzer: Arthur und Carl von Weinberg) handelt, einem Sohn von Fels und Rose Verte. Unter Otto Schmidt gewann dieser Vollblüter 1919 das Grunewalder „Podbielski-Rennen“ und belegte im „Großen Preis von Berlin“ einen zweiten Platz.
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„Leise tönt aus der Ferne ein wohlbekannter, aufrüttelnder Laut: Das dumpfe, kriegerische Pochen der Kesselpauke, und dazwischen, wenn der Wind sie herbeiträgt, eine wilde, jauchzende Trompetenweise. […] Im Augenblick ist es, als nähme die schon in müden, spätsommerlich zu Ende blühenden Farben sich darbietende Karlshorster Rennbahn ein neues, belebteres Aussehen an. […] Wer Reiter ist, fühlt das Blut schneller strömen. Wer einmal Reiter war, reckt sich empor. […] Dorthin, wo am Eingangswäldchen das Standbild durch die dünnen, bergenden Leinenvorhänge schimmert, wo in weitem Viereck Paniere und Banner flattern, bewegt sich die herannahende Ehrenschwadron. Schon längst ist der Denkmalsplatz von harrenden Gästen umgeben. Man sieht Uniformen der alten Streitmacht. Man sieht die roten und schwarzen Attilas, die himmelblauen Dragonerröcke, und wird mit wehmütiger Betroffenheit des Umstandes inne, dass sie nun wirklich schon der Vergangenheit angehören. Sie sind ein Gruß aus versunkener Zeit, und waren doch eben noch Schmuck am Wege.“ Umgeben von berittener Polizei, rollte ein Auto durch die Gasse der Kavalleristen, dem Reichspräsident und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg entstieg.

Mit traurig gütigem Blick verneigte er sich vor den Verwandten der Gefallenen, begrüßte danach die Preußen-Prinzen Eitel Friedrich und Sigismund mit ihren Gemahlinnen sowie die Generale von Seeckt, von Kluck und von Einem. Nach ergreifenden Worten des Grafen Lubbert von Westphalen und Dankesworten an Bildhauer Willibald Fritsch fiel unter den Klängen der Uhland-Weise von 1809 „Ich hatt´ einen Kameraden…“ langsam die weiße Hülle. Zuerst trat der Reichspräsident entblößten Hauptes an das Denkmal mit den Namen gefallener Herren- und Berufsreiter heran, um nach kurzem Gebet einen Kranz niederzulegen. Danach nahm er im alten Soldatenrock die Parade der zweiten Schwadron des Reichswehr-Reiterregiments ab, um sich später auf der Haupttribüne dem Rennprogramm zu widmen.”

„Berliner Lokal-Anzeiger“ vom 24. September 1925
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“Der bronzene Reiter kehrte am 14. Dezember wieder an seinen Standort zurück, den er im Januar wegen des einsturzgefährdeten Sockels verlassen musste. Unser besonderer Dank geht an die Berliner Denkmalbehörde, die dieses Vorhaben finanziell unterstützt hat, an den Restaurator, Herrn Carsten Kuhn, der sich viel Mühe zur originalgetreuen Wiederherstellung des Sockels gegeben hat und an die Berliner Feuerwehr für die Wiederherstellung des Standbildes auf dem Sockel.”
(Dr. Hans Krautzig/Bürgerverein Karlshorst, 12. Dezember 2007)
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Die ursprüngliche Version des Beitrags stammte von Martina Rohde, übergeben am 28.Januar 2006. Diese basierte auf einer 1994 erschienenen Sonderbroschüre zum 100. Jahrestag der Rennbahn Karlshorst (1894 bis 1994), die Gerd von Ende erarbeitet hatte. Beigeordnet war auch eine Liste von 139 gefallenen Herrenreitern. Dem Autoren ist es mittlerweile gelungen, mittels Buchstabenresten und historischen Fotos die tatsächlich am Denkmal verewigten 117 Namen zu ermitteln.
Die lange Vorder- und Hinterfront des Denkmals enthält jeweils acht Tafeln und die schmalen Seiten jeweils vier, insgesamt also 24 Tafeln. Auf 21 sind jeweils fünf Namen zu entdecken. Auf zwei lediglich vier Namen plus eine Art Zierleiste und auf einer Tafel ein Name, der zwei Zeilen beansprucht: (Wern. Gotthelf / Wedemeyer).

* Foto aus dem Familienarchiv MAYER.
** Foto aus dem Archiv der Familie von Platen.

Datum der Abschrift: Oktober 2017
Ergänzungen und Korrekturen: Januar 2018

Verantwortlich für diesen Beitrag: Gerd von Ende
Fotos/Reproduktionen (wenn nicht anders angegeben) © Gerd von Ende

 

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