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Totenzettel









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Husum-Schwesing, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein:

Im Jahre 1987 errichtete Gedenkstätte am Platz eines ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers und späteren Aussenlagers des KZ Neuengamme. Das Bild zeigt das Stelenfeld. Ursprünglich zum Bau des Fliegerhorstes Schwesing (noch heute von der BW genutzt) für 250 Arbeiter eingerichtet. Etwa 2500 hauptsächlich ‚Politische’ kamen aus Neuengamme im Sept./ Okt. 1944 hierher und bauten noch bis Dezember 1944 in schwerem Marschboden an Verteidigungsstellungen des ‚Friesenwalles’ gegen eine mögliche alliierte Invasion in Nordfriesland. Ein privat genutztes haus steht auf dem ehemaligen Grund der KZ-Küchenbaracke.

Husum-Schwesing, Foto © 2005  www.panorama-service.net

Inschriften:

2500 Menschen aus

Belgien
Dänemark
Deutschland
Frankreich
Griechenland
Grossbritannien
Italien
Jugoslawien
Niederlande
Polen
Sowjetunion
Spanien
Tchechoslowakei
Ungarn

waren von September bis Dezember 1944 unter menschenverachtenden Bedingungen im Konzentrationslager Husum-Schwesing gefangen.
Viele starben hier.
Viele starben nach dem Rücktransport in Neuengamme. Viele erlagen nach ihrer Befreiung den Folgen von Hunger, Überarbeitung, Auszehrung, Krankheit und Misshandlung.

Namen der Opfer

In der vorläufigen Opferliste (durchsuchbares PDF), die von der Forschungsstelle des Kreises Nordfriesland erarbeitet wurde, finden sich nach unterschiedlichen Sortierungskriterien alle 297 bisher namentlich bekannten Opfer. Darunter 5 Deutsche Staatsbürger und ein in Deutschland geborener Staatenloser. Den weitaus grössten Anteil an (möglicherweise bis zu 500) Opfern haben die Niederländer zu beklagen. Die Toten wurden in Massengräbern auf dem Husumer Ostfriedhof beigesetzt, dort an der Gedenkstätte findet sich eine weitere Erinnerungstafel.

Datum der Abschrift: 21.2.2005

Beitrag von: Fred Watty | Genealogische Gesellschaft HH e.V.
Foto © 2005  www.panorama-service.net

 

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