PLZ 02763
Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften
vom Königlich Sächsischen Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 242.
Inschriften:
Vorderseite
UNSERN GEFALLENEN KAMERADEN
RESERVE-INFANTERIE-REGIMENT 242
1914 - 1918
UND DEIN LEBEN SEI DIE TAT !
Linke Seite
GALIZIEN
NARAJOWKA–ZBIRUZ
FRANKREICH
LA BASSÉE
SOMME
HAVRINCOURT
MAILLY
NOUVRON
Rechte Seite
YPERN
BECELAERE KRUISEIK
GHELUVELT
BROODSEINDE
LANGEMARK
HOOGE
WYTSCHAETE
HOUTHULSTER WALD
Weitere Informationen: Das Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften
des Königlich Sächsischen Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 242 befindet sich
am südlichen Fuß des Turms der Kirche St. Peter und Paul am Klosterplatz.
Das Denkmal besteht aus einem Sockel, auf dem aufrecht ein junger Krieger steht,
der nur mit einem vorn offenen Mantel und einem Flügelhelm bekleidet ist und sich auf sein Schwert stützt.
Der Sockel besitzt vorderseitig Inschriften zu Ehren der gefallenen 242er. Links- und rechtsseitig
sind die Namen mehrerer Orte verewigt, in denen das Regiment an der Ostfront in Galizien
sowie an der Westfront in Frankreich und Belgien gekämpft hat.
Das Denkmal wurde auf Initiative ehemaliger Regimentsangehöriger geschaffen und
nahezu vollständig mit Spendengeldern finanziert, da sich die Stadt Zittau an den Gesamtkosten
von ca. 550.000 Mark lediglich mit einer symbolischen Zuwendung von 5.000 Mark beteiligte.
Mit der Fertigung eines Entwurfs war der Dresdner Maler und Bildhauer Sascha Schneider beauftragt worden.
Die Ausführung des Denkmals in Sandstein übernahm der Dresdner Bildhauer Otto Pietsch,
die Fertigung des Sockels der Zittauer Bildhauermeister Albert Friebolin.
Am 19. November 1922 erfolgte die Einweihung mit Gedenkfeier und Festgottesdienst sowie
die Übergabe in die Obhut der Stadt und der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Zittau.
Das Königlich Sächsische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 242 wurde im September 1914
in den Städten Zittau, Bautzen und Kamenz aufgestellt. Es waren überwiegend junge Kriegsfreiwillige
aus der Oberlausitz, die damals in gutem Glauben und in vaterländischer Treue in den Kampf gezogen sind.
Nach der Aufstellung wurde das Regiment als Teil der 105. Reserve-Infanterie-Brigade im Verband
der 53. Reserve-Division an verschiedenen Frontabschnitten im Westen und Osten eingesetzt.
Im September 1918, kurz vor dem Kriegsende, erfolgte die Auflösung. Je ein Bataillon des Regiments
wurde dem Inf.-Rgt. Nr. 103, dem Inf.-Rgt. Nr. 107 und der 24. Reserve-Division zugeteilt.
Die Namen der im 1. Weltkrieg gefallenen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften
des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 242 sind einem separaten Projektbeitrag zu entnehmen.
Datum der Abschrift: 19.04.2026
Verantwortlich für diesen Beitrag: Joachim Schmiedel, Dresden
Foto © 2025 Joachim Schmiedel, Dresden