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Totenzettel









Onlineprojekt Gefallenendenkmäler - von Ahnenforschern für Ahnenforscher

 

 


 

 

Oldenburg (St. Gertruden-Kirchhof, 1813), Niedersachsen:

Denkmäler für zwei erschossene Kanzleiräte: „Vier gegen die Ecken eines quadratförmigen doppelten Unterbaus gestellte dorische Säulen tragen ein leichtes Gebälk, welches an der vorderen Seite ein flaches Giebelfeld bildet. Im Mittel des Unterbaus steht ein großer reich verzierter Sarcophag. Unter dem Monument befindet sich ein Gewölbe, in welchem die Särge der Martirer beigesetzt sind.“ (zeitgenössische Beschreibung). Errichtet 1825 durch den Herzog von Oldenburg nach einem Entwurf von C.H. Slevogt.

Hintergrund: Nach dem Einmarsch der Franzosen und Eintritt Oldenburgs in den Rheinbund emigrierte der Herzog nach St. Petersburg. Bei Unruhen gegen die französischen Besatzer wurden fünf Männer verhaftet und nach Bremen verschleppt, wo gegen sie ein Prozeß wegen Hochverrats eröffnet wurde. Die beiden Kanzleiräte wurden trotz Unschuldsbeteuerungen zum Tode verurteilt, die anderen drei Männer freigesprochen.

Oldenburg (St. Gertruden-Kirchhof, 1813), Foto © 2005 Georg Baumann

Inschriften:

Südseite:
Dem Andenken der Canzleiräthe und Landvögte Albrecht Ludwig von Berger, geb. Oldenburg V. Nov. MDCCLXI und Christian Daniel von Finckh, geb. Zeven IX, Sept. MDCCLXV der Fürst im Namen des Vaterlandes

Nordseite:
Für beruhigten Aufstand des Aufruhrs beschuldigt durch fremder gesetzloser Gewalt ungerecht verurtheilt Opfer ihrer Liebe für Fürst und Vaterland und der von beyden ihnen geweihten Achtung erschossen zu Bremen X April MdCCCXIII

Östliche Zwischenmauer:
Ehrenvoll ist für gute Sache der Tod

Westliche Zwischenmauer:
Ihr Märtyrer vertraut der Wahrheit und der Zeit vergänglich ist des Druckes Bürde doch ewig die Gerechtigkeit

Namen der Gefallenen:

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Bemerkungen

BERGER

Albrecht Ludwig von

05.11.1768 Oldenburg

10.04.1813 Bremen-Walle

Kanzleirath u. Landvogt; „auf der gewöhnlichen Richtstätte gemeiner Bösewichter“

FINCKH

Christian Daniel von

09.09.1766 Zeven

10.04.1813 Bremen-Walle

Kanzleirath u. Landvogt; „auf der gewöhnlichen Richtstätte gemeiner Bösewichter“

Datum der Abschrift: 2005

Beitrag von: Karin Offen (Genealogische Gesellschaft Hamburg e.V.), Georg Baumann
Foto © 2005 Georg Baumann